Deutschland steht bei der Fußball-WM 2026 vorzeitig im Sechzehntelfinale. Die DFB-Elf gewann ihr zweites Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste in Toronto mit 2:1 und holte damit den zweiten Sieg im zweiten WM-Spiel.
Vor 43.036 Zuschauern lag das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem Treffer von Franck Kessié in der 30. Minute lange zurück. Erst ein Dreifachwechsel brachte die Wende. Deniz Undav traf als Joker in der 68. Minute zum Ausgleich und erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer. Sorgen bereitet Nico Schlotterbeck, der mit einer Innenbandverletzung im Sprunggelenk ausgewechselt wurde.
Inhaltsverzeichnis
Deutschland verliert nach gutem Start den Zugriff
Nach dem 7:1 gegen Curaçao setzte Julian Nagelsmann bei der Fußball-WM 2026 weitgehend auf die gleiche Formation. Leroy Sané begann erneut in der Offensive. Neben ihm liefen Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz auf. Im Tor stand Manuel Neuer, der seinen 21. WM-Einsatz absolvierte. Felix Nmecha sollte im Mittelfeld Stabilität geben. Die erste Szene gehörte Deutschland. Havertz kam nach wenigen Sekunden zum Abschluss. In der zehnten Minute köpfte der Angreifer nach einer Flanke von Joshua Kimmich platziert auf das untere Eck, doch Yahia Fofana parierte sicher. Auch Musiala versuchte es aus der Distanz, zielte aber knapp vorbei. Die Elfenbeinküste zeigte schnell, dass sie ein deutlich stärkerer Gegner als Curaçao war. Das Team von Trainer Emerse Faé spielte körperlich, mutig und mit hohem Tempo über die Außen.
Fußball-Nationalmannschaft Termine 2026
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Besonders Yan Diomande wurde zum Unruheherd. Der Offensivspieler von RB Leipzig attackierte immer wieder die rechte deutsche Seite und stellte Kimmich vor Probleme. Nach zwölf Minuten musste Nathaniel Brown gegen Wilfried Singo blocken. Deutschland hatte danach Pech. Ein abgefälschter Schuss von Nmecha flog knapp über das Tor. Kurz darauf wurde ein vermeintlicher Treffer nach einer Ecke nicht anerkannt, weil Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez ein Foul von Aleksandar Pavlovic an Fofana gesehen hatte. Nach der Trinkpause kippte das Spiel. Diomande setzte sich erneut auf dem Flügel durch. Seine Hereingabe landete über Umwege bei Kessié. Der Kapitän der Elfenbeinküste traf aus kurzer Distanz zum 1:0. Der Rückstand zeigte Wirkung. Deutschland verlor die Struktur. Wirtz brauchte vor der Pause zweimal zu lange für den Abschluss.
“Er ist einfach ein Vollblut-Stürmer. Gerade beim zweiten Tor, wie er sich im Rücken vom Verteidiger wegschleicht. Dann ist es auch eine Top-Flanke von Nadiem, die ist schon außergewöhnlich. Er ist ein Stürmertyp, der einfach weiß wo das Tor steht.”
Bundestrainer Julian Nagelsmann über Deniz Undav
Deniz Undav wird zum WM-Joker und entscheidet die Partie
Zur zweiten Halbzeit kam Antonio Rüdiger für den angeschlagenen Schlotterbeck. Dennoch blieb die deutsche Mannschaft anfällig. Kessié hatte in der 50. Minute viel Raum, schloss aber zu harmlos ab. Nur eine Minute später vergab Inao Oulai aus guter Position. Auch Diomande blieb gefährlich, verzog aber in der 56. Minute per Volley. Die Elfenbeinküste war in dieser Phase näher am 2:0 als Deutschland am Ausgleich. Pavlovic und Nmecha bekamen im Zentrum zu wenig Zugriff. Nagelsmann reagierte nach einer Stunde mit einem Dreifachwechsel. Deniz Undav, Jamie Leweling und Nadiem Amiri kamen für Musiala, Sané und Pavlovic. Dieser Eingriff veränderte das Spiel. Leweling brachte Tempo. Amiri fand bessere Räume im Halbfeld. Undav gab dem deutschen Angriff mehr Präsenz im Strafraum. In der 68. Minute zahlte sich die Maßnahme aus. Undav leitete den Angriff selbst ein, Amiri flankte mit Zug vor das Tor, und der Stürmer vollendete volley zum 1:1.
Fußball-WM 2026 – Gruppe E
| SP. | S | U | N | TORE | DIFF. | PUNKTE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 3 | 2 | 0 | 1 | 10:4 | 6 | 6 |
| Elfenbeinküste | 3 | 2 | 0 | 1 | 4:2 | 2 | 6 |
| Ecuador | 3 | 1 | 1 | 1 | 2:2 | 0 | 4 |
| Curaçao | 3 | 0 | 1 | 2 | 1:9 | -8 | 1 |
Deutschland blieb danach nicht dauerhaft dominant, hatte aber in der Schlussphase die besseren Momente. Brown scheiterte an Fofana. Amiri bekam nach Ablage von Undav ebenfalls eine gute Gelegenheit, schloss aber zu unplatziert ab. Auf der Gegenseite vergab Nicolas Pepé eine große Chance für die Elfenbeinküste. In der vierten Minute der Nachspielzeit fiel die Entscheidung. Nmecha spielte einen harten Vertikalpass in die Spitze. Undav nahm den Ball stark an und traf zum 2:1. Kurz darauf war Schluss. Jonathan Tah lobte nach dem Spiel “Siegermentalität und Teamgeist”. Nagelsmann bezeichnete den Doppeltorschützen als “brutalen Finisher”. Für Deutschland geht es im letzten Gruppenspiel der Fußball-WM 2026 gegen Ecuador. Die Partie wird am Donnerstag um 22 Uhr MESZ im MetLife Stadium in East Rutherford angepfiffen. Parallel trifft die Elfenbeinküste in Philadelphia auf Curacao. Durch das 0:0 zwischen Ecuador und Curaçao steht Deutschland bereits sicher in der K.o.-Runde.
Tore:
0:1 Franck Kessié (Elfenbeinküste), 30. Minute
1:1 Deniz Undav (Deutschland), 68. Minute
2:1 Deniz Undav (Deutschland), 90.+4 Minute