Der VfB Stuttgart steht im Finale des DFB-Pokal. Die Schwaben besiegten den SC Freiburg im Halbfinale mit 2:1 nach Verlängerung. Maximilian Eggestein brachte Freiburg in Führung, Deniz Undav glich aus, bevor Tiago Tomas in der 119. Minute mit einem spektakulären Hackentor die Entscheidung erzielte. Das Finale im DFB-Pokal der Saison 2025/26 findet am 23. Mai in Berlin gegen den FC Bayern München statt. In der Fußball-Bundesliga geht es für beide Vereine am Sonntag weiter.
Die Partie begann unter besonderen Umständen. Dichter Rauch durch Pyrotechnik verzögerte den Anpfiff. Beide Mannschaften agierten zunächst vorsichtig und legten den Fokus auf defensive Stabilität. Der VfB Stuttgart hatte mehr Ballbesitz, fand jedoch kaum Lösungen gegen die kompakte Defensive des SC Freiburg.
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Eggestein bringt SC Freiburg im DFB-Pokal-Halbfinale in Führung
Die Begegnung in der Stuttgarter MHPArena blieb lange zäh. Ungenauigkeiten im Passspiel und intensive Zweikämpfe bestimmten das Geschehen. Eine hitzige Phase mit mehreren Gelben Karten unterstrich die Bedeutung dieses zweiten DFB-Pokal-Halbfinals der Saison 2025/26. Die erste große Chance gehörte dem SC Freiburg. Maximilian Eggestein scheiterte zunächst an Alexander Nübel, traf wenig später aber zur Führung. Ein Fehler im Aufbauspiel des VfB Stuttgart führte zu einer Ecke. Matthias Ginter verlängerte per Kopf, Eggestein reagierte schnell und schob ein.
DFB-Pokal 2025/26 Halbfinale im Überblick
20:45 Uhr | Leverkusen | |||
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Der VfB Stuttgart tat sich schwer. Trotz hoher Ballbesitzwerte fehlten klare Torchancen. Erst gegen Ende der ersten Hälfte erhöhte Stuttgart den Druck. Chancen durch Ermedin Demirovic, Jamie Leweling und Deniz Undav blieben jedoch ungenutzt. Nach der Pause präsentierte sich der VfB Stuttgart deutlich verbessert. Das Tempo nahm zu, die Offensivaktionen wurden zielstrebiger. Chris Führich vergab früh eine gute Möglichkeit, Angelo Stiller scheiterte aus kurzer Distanz am starken Freiburger Torwart Florian Müller.
“Das war ein Spiel mit Potenzial für Herzrhythmusstörungen. Aber jetzt fühlt es sich gut an, zum zweiten Mal hintereinander im Pokalfinale zu stehen. Insgesamt war es eine unglaubliche Energieleistung von unserer Mannschaft. Wir haben den Sieg eine Nuance mehr verdient als die Freiburger, weil wir am Ende die klareren Chancen hatten.”
VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth
VfB Stuttgart trifft im DFB-Pokal-Finale 2026 auf Bayern München
Kurz danach wurde ein Treffer Stillers wurde wegen Abseits aberkannt. Dennoch wuchs der Druck der Schwaben. Der SC Freiburg setzte vermehrt auf Konter, konnte das Spiel aber nicht mehr kontrollieren. In der 70. Minute fiel der verdiente Ausgleich in diesem DFB-Pokal-Halbfinale. Der eingewechselte Bilal El Khannouss leitete den Angriff ein und bediente Deniz Undav, der präzise ins Eck traf. “Das fühlt sich natürlich gut an nach so einem Spiel”, erklärte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. In der Schlussphase dominierte der VfB Stuttgart das Spiel. Mehrere Großchancen blieben jedoch ungenutzt. Freiburg verteidigte kompakt und profitierte von starken Paraden Müllers. In der Verlängerung sorgte eine umstrittene Szene für Diskussionen. Lucas Höler traf für den SC Freiburg, doch Schiedsrichter Tobias Welz entschied auf Foul. Eine Fehlentscheidung, die auch vom VAR nicht mehr korrigiert werden konnte.
DFB-Pokal-Sieger seit 2015
Der VfB Stuttgart blieb die aktivere Mannschaft. El Khannouss vergab zwei große Chancen, einmal am Pfosten, einmal scheiterte er am Torhüter. Das Spiel steuerte auf ein Elfmeterschießen zu. Dann die Entscheidung: In der 119. Minute verwertete Tiago Tomas eine flache Hereingabe mit der Hacke ins Eck. Ein technisch anspruchsvoller Abschluss, der den VfB Stuttgart erneut ins Finale des DFB-Pokals brachte. “Wenn du so dicht dran bist, dann ist es extrem bitter”, erklärte ein enttäuschter Lucas Höler nach der Partie. Für die beiden Vereine geht es nun erst einmal in der Fußball-Bundesliga weiter. Stuttgart trifft im heimischen Stadion auf Werder Bremen (Sonntag, 15:30 Uhr), der SC Freiburg reist zu Borussia Dortmund (Sonntag, 17:30 Uhr).
Tore:
0:1 Maximilian Eggestein (SC Freiburg), 28. Minute
1:1 Deniz Undav (VfB Stuttgart), 70. Minute
2:1 Tiago Tomas (VfB Stuttgart), 119. Minute