Lidl Final Four in Köln: Füchse Berlin gewinnen DHB-Pokal 2026

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Die Füchse Berlin haben den DHB-Pokal 2026 gewonnen. Mit einem souveränen 42:33 (22:17)-Erfolg gegen den Bergischen HC sicherte sich der amtierende Deutsche Meister in der ausverkauften Lanxess Arena zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den DHB-Pokal.

Zwölf Jahre nach dem ersten Triumph 2014 krönten die Füchse Berlin ein starkes Finalwochenende mit einer kontrollierten und offensiv effizienten Leistung. Matchentscheidend waren Lasse Andersson, Torhüter Dejan Milosavljev sowie Welthandballer Mathias Gidsel.

Füchse Berlin setzen im DHB-Pokal-Finale früh Akzente

Von Beginn an machten die Füchse Berlin deutlich, dass sie im DHB-Pokal-Finale keine Zweifel aufkommen lassen wollten. Mijajlo Marsenić und Lasse Andersson trafen früh zur 2:0-Führung. Der Bergische HC hielt dagegen und glich durch Sören Steinhaus in der 7. Minute zum 5:5 aus. Die Partie war intensiv geführt. Max Darj kassierte bereits in der Anfangsphase eine Zwei-Minuten-Strafe. Der Bergische HC nutzte Überzahlsituationen konsequent und blieb bis zum 11:10 (17.) in Schlagdistanz. Berlin tat sich zunächst schwer, sich entscheidend abzusetzen.

DHB Pokal Lidl Final Four 2026 Übersicht

Datum/Uhrzeit
Heim
Gast
Ergebnis
18.04.2026,
15:45 Uhr
TBV Lemgo Lippe
Füchse Berlin
36:39
18.04.2026,
18:45 Uhr
Bergischer HC
SC Magdeburg
31:30 n.S.
19.04.2026,
12:45 Uhr
TBV Lemgo Lippe
SC Magdeburg
35:31
19.04.2026,
15:45 Uhr
Füchse Berlin
Bergischer HC
42:33

Vor allem Lasse Andersson und Hakun West av Teigum sorgten mit jeweils fünf Treffern in der ersten Halbzeit für offensive Stabilität. Beim 14:11 (21.) erspielten sich die Füchse Berlin erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung. Ein Fehlpass von Mathias Gidsel ermöglichte Julian Fuchs jedoch den schnellen Anschlusstreffer. Nach dem 17:16 durch Noah Beyer (26.) reagierte Trainer Nicolej Krickau mit einer Auszeit. In der Schlussphase der ersten Hälfte kippte das Momentum endgültig zugunsten der Berliner. Dejan Milosavljev parierte mehrfach stark. Gidsel erhöhte nach einem Tempogegenstoß auf 20:16 (29.). Mit einer effizienten Chancenverwertung ging es beim Stand von 22:17 in die Kabine.

“Wenn man einen solchen Pokal in den Händen hält, weiß man, dass sich jedes Training, all die harte Arbeit gelohnt hat. Dafür spielen wir Handball. Jetzt brauchen wir ein paar Kölsch, dann wird gefeiert.”

Max Darj, Kapitän Füchse Berlin

DHB-Pokal: Zweiter Sieg in drittem Finale für Füchse Berlin

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Füchse Berlin strukturiert. Fynn Hangstein verkürzte zwar, doch Andersson antwortete umgehend zum 25:20 (35.). Als Noah Beyer eine Zeitstrafe erhielt, traf Andersson ins leere Tor zum 28:23 (39.). In der Defensive arbeiteten Darj und Langhoff kompakt. Der Bergische HC wurde zu Würfen aus schwierigen Positionen gezwungen. Milosavljev bestätigte seine starke Form aus dem Halbfinale und hielt Berlin auf Abstand. Beim 29:23 (41.) griff der Außenseiter zur nächsten Auszeit. Bereits nach zwanzig Minuten hatte der Bergische HC im Tor gewechselt. Lukas Diedrich erhielt Einsatzzeit, konnte den Lauf der Füchse Berlin jedoch nicht stoppen. In der 43. Minute musste Berlin selbst wechseln. Milosavljev prallte nach einem Wasielewski-Wurf an den Pfosten und deutete Oberschenkelprobleme an. Lasse Ludwig übernahm im Tor.

DHB-Pokal-Sieger seit 2015

Jahr
Sieger
2015
SG Flensburg-Handewitt
2016
SC Magdeburg
2017
THW Kiel
2018
Rhein-Neckar Löwen
2019
THW Kiel
2020
TBV Lemgo
2022
THW Kiel
2023
Rhein-Neckar Löwen
2024
SC Magdeburg
2025
THW Kiel
2026
Füchse Berlin

Am Spielverlauf änderte sich nichts Entscheidendes. Nils Lichtlein erhöhte eine Viertelstunde vor Schluss auf 33:26. Marsenić setzte mit dem Treffer zum 42:33 den Schlusspunkt im DHB-Pokal-Finale. Mathias Gidsel sagte nach dem Spiel am ARD-Mikrofon: “Unfassbar, dass wir das dieses Wochenende geschafft haben. Wir wollen immer mehr, haben noch Hunger. Die Bundesliga ist extrem stark, die Champions League auch. Wir haben es jetzt zum ersten Mal seit 12 Jahren geschafft, den Pokal zu gewinnen. Darauf bin ich sehr stolz.” Für die Füchse Berlin ist es der zweite Titel im DHB-Pokal nach 2014 und der zweite Erfolg im dritten Finale. Der Bergische HC zeigte über weite Strecken Widerstand, konnte das hohe Tempo und die Effizienz der Berliner jedoch nicht dauerhaft mitgehen.

Tore:

Füchse Berlin: Darj 2, Prantner 1, Andersson 10, Arino 3, Gröndahl 4, Lichtlein 3, Gidsel 9, Freihöfer 1, West av Teigum 6, Marsenic 3

Bergischer HC: Beyer 6, Becher 1, Hangstein 6, Voss-Fels 1, Morante 2, Fuchs 5, Seesing 4, Steinhaus 5, Wasielewski 3

Die Highlights des DHB-Pokal-Finales 2026 im Video

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