UEFA Europa League: Freiburg verliert in Lille, Stuttgart muss in die Play-offs

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Es war ein letzter Spieltag, der die ganze Bandbreite der UEFA Europa League widerspiegelte. Späte Entscheidungen, Rechenspiele bis zur letzten Minute und zwei deutsche Teams mit völlig unterschiedlichen Gefühlslagen. Der SC Freiburg verlor zwar sein abschließendes Ligaphasen-Spiel beim OSC Lille mit 0:1, zog aber dennoch direkt ins Achtelfinale der Europa League ein.

Der VfB Stuttgart hingegen gewann ein spektakuläres Heimspiel gegen die Young Boys Bern. Der Verein verpasste trotz des Erfolgs jedoch den direkten Sprung unter die besten acht Teams und muss nun den Umweg über die Play-offs nehmen. Beide Partien verdeutlichten, wie eng Erfolg und Enttäuschung im internationalen Wettbewerb beieinanderliegen. Und wie entscheidend jedes einzelne Tor in dieser neuen Europa-League-Ligaphase ist.

SC Freiburg für Achtelfinale der UEFA Europa League qualifiziert

Für den SC Freiburg war die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der UEFA Europa League komfortabel. Rang drei in der Tabelle und drei Punkte Vorsprung auf Platz neun bedeuteten, dass bereits ein Remis für den direkten Achtelfinaleinzug gereicht hätte. Am Ende stand zwar eine 0:1-Niederlage beim OSC Lille, doch Platz sieben war ausreichend, um sich den direkten Weg in die K.O.-Runde zu sichern. Trainer Julian Schuster rotierte im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga fünfmal. Christian Günter, Vincenzo Grifo, Bruno Ogbus, Johan Manzambi und Junior Adamu rückten in die Startelf, während Igor Matanovic zunächst auf der Bank saß. Lille, selbst noch im Rennen um die Play-offs der UEFA Europa League, begann mit hohem Pressing und mehr Ballbesitz, Freiburg hielt mit viel Intensität dagegen.

Tabelle UEFA Europa League 2025/26

SP.SUNTOREDIFF.PUNKTE
Olympique Lyon870118:51321
Aston Villa870114:6821
FC Midtjylland861118:81019
Real Betis Sevilla852113:7617
FC Porto852113:7617
Sporting Braga852111:5617
SC Freiburg852110:4617
AS Rom851213:6716
KRC Genk851211:7416
FC Bologna843114:7715
VfB Stuttgart850315:9615
Ferencvaros Budapest843112:11115
Nottingham Forest842215:7814
Viktoria Pilsen83508:3514
Roter Stern Belgrad84227:6114
Celta Vigo841315:11413
PAOK Saloniki833217:14312
Lille OSC840412:9312
Fenerbahce SK833210:7312
Panathinaikos833211:9212
Celtic Glasgow832313:15-211
Ludogorez Rasgrad831412:15-310
Dinamo Zagreb831412:16-410
Brann Bergen82339:11-29
Young Boys Bern830510:16-69
Sturm Graz82155:11-67
FCSB Bukarest82159:16-77
Go Ahead Eagles Deventer82156:14-87
Feyenoord Rotterdam820611:15-46
FC Basel82069:13-46
RB Salzburg820610:15-56
Glasgow Rangers81165:14-94
OGC Nizza81077:15-83
FC Utrecht80175:15-101
Malmö FF80174:15-111
Maccabi Tel Aviv80172:22-201
SP = Spiele / S = Siege / U = Unentschieden / N = Niederlagen / DIFF = Tordifferenz

Die erste Halbzeit blieb arm an Torchancen, beide Teams neutralisierten sich über weite Strecken. Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel etwas Fahrt auf. Freiburg vergab gute Möglichkeiten, Lille kam nun häufiger gefährlich vor das Tor. Die entscheidende Szene folgte in der 74. Minute, als Maximilian Eggestein nach einem Foulspiel die Rote Karte sah. In Unterzahl verteidigte der SC Freiburg lange diszipliniert, musste in der Nachspielzeit jedoch den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen. Nach einem Foul von Cyriaque Irié verwandelte der eingewechselte Olivier Giroud den fälligen Elfmeter zum 1:0 (90.+2). Trotz der Niederlage blieb der SC Freiburg in der UEFA Europa League unter den besten acht Teams und steht direkt im Achtelfinale.

“Es ist ärgerlich, dass wir das Tor so spät noch bekommen. Mit ein bisschen Abstand werden wir es gut abhaken können und stolz sein auf das, was wir erreicht haben.”

Freiburg-Trainer Julian Schuster

Tor:

1:0 Olivier Giroud (Lille OSC, Elfmeter), 90.+2 Minute

VfB Stuttgart trifft in Play-offs auf Celtic Glasgow

Während der SC Freiburg also trotz einer Niederlage jubeln durfte, reichte dem VfB Stuttgart selbst ein Sieg nicht zum direkten Weiterkommen. Beim 3:2 (2:1) gegen die Young Boys Bern zeigten die Schwaben große Moral und Offensivkraft. Der Verein musste sich am Ende aber mit Rang elf in der Liga-Tabelle begnügen. Trainer Sebastian Hoeneß rotierte ebenfalls kräftig, unter anderem feierte Fabian Bredlow seine Premiere in der UEFA Europa League im Tor. Der VfB Stuttgart startete furios. Deniz Undav traf früh zur Führung und legte nur eine Minute später für Ermedin Demirovic zum 2:0 auf. Stuttgart dominierte die Anfangsphase und wollte am Torverhältnis arbeiten, ließ jedoch weitere Chancen ungenutzt. Ein grober Fehlpass von Bredlow brachte Bern zurück ins Spiel. Armin Gigovic traf aus der Distanz zum Anschlusstreffer (42.).

“Wir hatten das Achtelfinale von Anfang an nicht in unserer eigenen Hand. Trotzdem war unser Spiel ab der 35. Minute nicht mehr gut. Ich weiß nicht, warum wir bei der Führung wild spielen. Das müssen wir schnell abstellen.”

Deniz Undav

Nach der Pause folgte der Ausgleich durch Sandro Lauper, der einen Eckball per Volley sehenswert verwertete (57.). In dieser Phase verlor der VfB Stuttgart kurzzeitig die Kontrolle, überstand aber mehrere gefährliche Situationen. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams spielten auf Sieg, ehe Chema in der 90. Minute mit einem energischen Solo den viel umjubelten Treffer zum 3:2 erzielte. Der Erfolg half dem VfB Stuttgart in der Tabelle jedoch nicht entscheidend weiter, da auch die Konkurrenz punktete. Damit müssen die Schwaben in den Play-offs der UEFA Europa League antreten, wo sie auf Celtic Glasgow treffen (Hinspiel in Glasgow am 19. Februar, Rückspiel am 26. Februar in Stuttgart).

Tore:

1:0 Deniz Undav (VfB Stuttgart), 6. Minute
2:0 Ermedin Demirovic (VfB Stuttgart), 7. Minute
2:1 Armin Gigovic (Young Boys Bern), 42. Minute
2:2 Sandro Lauper (Young Boys Bern), 57. Minute
3:2 Chema (VfB Stuttgart), 90. Minute

Die Highlights der Spiele im Video

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