Steffen Baumgart bleibt Trainer bei Union Berlin. Der Fußball-Bundesligist hat den Vertrag mit dem 54-Jährigen vorzeitig verlängert und setzt damit bewusst auf Kontinuität. Die Köpenicker würdigen damit die sportliche Stabilisierung der vergangenen Monate und den klar erkennbaren Aufwärtstrend unter Baumgart. Zur Laufzeit machte der Klub wie gewohnt keine Angaben, nach Informationen aus dem Umfeld des Vereins soll das neue Arbeitspapier jedoch bis Juni 2028 gelten. Baumgart hatte Union Berlin in einer sportlich schwierigen Phase übernommen und die Mannschaft aus dem Abstiegskampf zurück ins gesicherte Tabellenmittelfeld geführt.
Der Schritt ist ein deutliches Signal. Union Berlin steht nach 16 Spieltagen mit 22 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist komfortabel, der Blick geht aktuell eher nach oben als nach unten. Diese Entwicklung ist eng mit der Arbeit von Trainer Steffen Baumgart verbunden, der den Verein seit etwas mehr als einem Jahr trainiert.
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Steffen Baumgart übernahm Traineramt von Bo Svensson
Als Steffen Baumgart das Traineramt beim 1. FC Union Berlin Ende Dezember 2024 übernahm, befand sich die Mannschaft in einer sportlichen Krise. Neun Pflichtspiele in Folge hatte Union Berlin nicht gewonnen, der Vorsprung auf den Relegationsplatz war auf sechs Punkte geschrumpft. Nach der Trennung von Bo Svensson war Baumgart als Stabilisator gefragt. Mit einem pragmatischen Ansatz und klaren Abläufen brachte der frühere Bundesliga-Profi Ordnung ins Spiel der “Eisernen”. Unter Baumgart blieb Union Berlin im Frühjahr 2025 zwischenzeitlich acht Partien ungeschlagen und sicherte den Klassenerhalt bereits am 30. Spieltag. In der laufenden Saison bestätigte sich dieser Trend. Trotz eines im Vergleich zu früheren Jahren von Beobachtern als schwächer eingeschätzten Kaders agiert Union Berlin konstant und effizient.
Trainer von Union Berlin seit 2014
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Besonders auffällig sind die Ergebnisse gegen namhafte Gegner. Union gewann mit 4:3 bei Eintracht Frankfurt, nahm als erstes Team der Saison dem FC Bayern München beim 2:2 Punkte ab und setzte sich mit 3:1 gegen RB Leipzig durch. Im DFB-Pokal erreichten die Köpenicker das Achtelfinale, wo erst gegen die Münchner Endstation war. Union-Geschäftsführer Horst Heldt begründete die Vertragsverlängerung klar: “Steffen hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und es geschafft, ihr Stabilität und Klarheit zu geben. Die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir spüren täglich, wie geschlossen hier auf dem Platz und darüber hinaus gearbeitet wird.”
“Für mich war von Anfang an entscheidend, dass wir hier gemeinsam arbeiten, mit Vertrauen und einer klaren Idee von Fußball. Wir haben eine stabile Basis geschaffen, auf der wir weiter aufbauen und erfolgreich sein wollen.”
Steffen Baumgart
Union Berlin muss gegen FC Augsburg und VfB Stuttgart ran
Auch Steffen Baumgart selbst stellt die Identifikation mit dem Klub in den Vordergrund. “Für mich war von Anfang an entscheidend, dass wir hier gemeinsam arbeiten, mit Vertrauen und einer klaren Idee von Fußball. Union steht für Zusammenhalt und eine konsequente Haltung auf dem Platz, die ich sehr zu schätzen weiß”, erklärte der Trainer. Baumgart, der von 2002 bis 2004 selbst für Union Berlin spielte und seit Jahren in der Hauptstadt lebt, verkörpert diese Mentalität sichtbar.
Stationen von Steffen Baumgart
Baumgart ist der dritte Cheftrainer nach Langzeitcoach Urs Fischer, der Union Berlin 2019 in die Fußball-Bundesliga und später bis in die UEFA Champions League geführt hatte. Nach dem Ende der Ära Fischer blieb der Erfolg unter Nenad Bjelica und Bo Svensson aus. Erst mit Baumgart fand Union Berlin wieder Konstanz und sportliche Klarheit. In dieser Woche stehen für Union Berlin zwei Auswärtsspiele an. Am Donnerstag (20:30 Uhr) geht es zum FC Augsburg, am Sonntag (15:30 Uhr) folgt die Partie beim VfB Stuttgart. Die Vorbereitung auf das Spiel in Stuttgart absolviert die Mannschaft im fränkischen Herzogenaurach. Und dies mit einem Trainer, dessen Zukunft nun langfristig geregelt ist.