Der BMW Absatz ist im dritten Quartal 2026 deutlich zurückgegangen. Weltweit lieferte der Münchner Autobauer 551.072 Fahrzeuge aus, 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders das schwache Geschäft in China belastet die Verkaufszahlen. Dort brach der Absatz um 24,8 Prozent auf 114.355 Autos ein.
In Europa und den USA konnte BMW dagegen zulegen. Vor allem Elektroautos und der neue BMW iX3 sorgen für Wachstum. Damit behaupten sich die Münchner besser als ihre deutschen Konkurrenten Volkswagen, Mercedes-Benz und Audi.
BMW China: Absatz bricht um fast ein Viertel ein
In China geraten deutsche Autohersteller zunehmend unter Druck. Während die Nachfrage nach Verbrennern sinkt, entscheiden sich viele Käufer bei Elektroautos für chinesische Marken. Hinzu kommen ein harter Preiskampf und die schwache Entwicklung des Gesamtmarktes. Das trifft auch BMW, das in der Volksrepublik fast jedes vierte Fahrzeug weniger verkaufte. Bei der Konkurrenz sieht es noch schlechter aus. Mercedes-Benz meldete für China einen Absatzrückgang von 31 Prozent. Beim Volkswagen-Konzern brachen die Auslieferungen sogar um 38,5 Prozent ein. Audi verzeichnete weltweit ein Minus von 19,7 Prozent.
Bayerische Motoren Werke AG im Überblick
Nicolas Peter (Aufsichtsratsvorsitzender) |
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Auch innerhalb des BMW-Konzerns zeigen die Verkaufszahlen nach unten. Die Kernmarke BMW verlor im dritten Quartal 6,8 Prozent und lieferte 479.291 Fahrzeuge aus. Bei Mini sank der Absatz um 2,4 Prozent auf 70.712 Autos. Rolls-Royce verbuchte einen Rückgang um 18 Prozent auf 1.069 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn hat die BMW Group insgesamt 1,71 Millionen Autos verkauft. Das entspricht einem Minus von 4,9 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres.
“In einem weltweit schwierigen Marktumfeld konnten wir uns in Europa und den USA gut behaupten.”
Jochen Goller, BMW-Vertriebsvorstand
BMW Absatz in Europa steigt dank Elektroautos und iX3
Deutlich besser läuft das Geschäft in Europa. Hier stiegen die Auslieferungen um 2,7 Prozent auf 235.628 Fahrzeuge. Besonders gefragt waren reine Elektroautos, deren Absatz um 37,5 Prozent auf 81.941 Einheiten kletterte. In Deutschland betrug das Wachstum sogar 38,5 Prozent. Weltweit verkaufte BMW 110.257 vollelektrische Fahrzeuge, 7,2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Hoffnungen setzt der Konzern insbesondere auf den BMW iX3. Das erste Modell der “Neuen Klasse” wird im ungarischen Debrecen gebaut. Laut BMW gingen innerhalb eines Jahres allein in Europa mehr als 100.000 Bestellungen ein. Noch nie war der Marktstart eines BMW-Modells erfolgreicher. Vertriebsvorstand Jochen Goller sieht die Elektrostrategie bestätigt: “Insbesondere die weiterhin starken Auftragseingänge vollelektrischer Fahrzeuge bestätigen unseren Kurs.”
Zuwächse verzeichnet BMW ebenfalls in den USA. Dort legten die Verkäufe um 2,5 Prozent auf 106.741 Fahrzeuge zu. Einen wichtigen Vorteil bietet das Werk in Spartanburg, wo zahlreiche Modelle direkt für den amerikanischen Markt entstehen. Dadurch vermeidet der Hersteller bei diesen Fahrzeugen Importzölle. Der Abstand zwischen China und den USA schrumpft damit weiter. Setzt sich die Entwicklung fort, könnten die Vereinigten Staaten China als zweitgrößten Absatzmarkt hinter Europa ablösen.
