Die neue Förderung der Bundesregierung für E-Autos ist offiziell gestartet. Ab sofort können Privatpersonen in Deutschland eine staatliche Prämie von bis zu 6.000 Euro für den Kauf oder das Leasing eines neuen Elektroautos beantragen.
Das Online-Portal des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurde von Bundesumweltminister Carsten Schneider freigeschaltet und verzeichnete bereits innerhalb der ersten 30 Minuten 1.858 Anträge. Insgesamt stellt die Bundesregierung bis 2029 drei Milliarden Euro bereit, um rund 800.000 E-Autos zu fördern. Ziel der Förderung ist es, die Elektromobilität in Deutschland zu beschleunigen, den Klimaschutz zu stärken und Haushalte mit geringeren Einkommen beim Umstieg auf Elektroautos finanziell zu entlasten.
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Förderung für E-Autos: Wer Anspruch auf die neue Prämie hat
Die Förderung für E-Autos richtet sich ausschließlich an Privatpersonen mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von maximal 80.000 Euro. Familien profitieren von erweiterten Einkommensgrenzen. Bei einem Kind steigt die Grenze auf 85.000 Euro, bei zwei oder mehr Kindern auf 90.000 Euro. Damit sollen insbesondere Familien und Haushalte mit mittlerem oder geringerem Einkommen von der neuen Prämie profitieren. Die Basis-Prämie für E-Autos beträgt 3.000 Euro. Wer ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von weniger als 60.000 Euro hat, erhält zusätzlich 1.000 Euro Förderung. Bei einem Einkommen unter 45.000 Euro kommt ein weiterer Bonus von 1.000 Euro hinzu. Familien erhalten zusätzlich 500 Euro für ein Kind und 1.000 Euro für zwei oder mehr Kinder. So kann die gesamte Förderung für E-Autos auf bis zu 6.000 Euro steigen.
Förderung von reinen E-Autos im Überblick
Haushaltsjahreseinkommen | |||
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Auch Plug-in-Hybride, Brennstoffzellenfahrzeuge und Elektroautos mit sogenannten Range Extendern werden gefördert. Für diese Fahrzeuge beträgt die Basis-Prämie 1.500 Euro. Voraussetzung ist eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern oder ein CO₂-Ausstoß von höchstens 60 Gramm pro Kilometer. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die ausschließlich die Batterie laden und dadurch die Reichweite erhöhen. Die Förderung gilt rückwirkend für alle Fahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassen wurden. Berücksichtigt werden sowohl Kauf als auch Leasing neuer Fahrzeuge. Wer die Prämie erhält, muss das Fahrzeug mindestens drei Jahre behalten. Damit will die Bundesregierung verhindern, dass geförderte E-Autos kurzfristig weiterverkauft werden.
Antrag auf E-Auto-Prämie und Kritik an der Förderung
Nach Angaben des Umweltministeriums soll das Programm die Elektromobilität in der Breite der Gesellschaft verankern. Bundesumweltminister Schneider betonte, die Förderung helfe dem Klima, der deutschen Autoindustrie und Haushalten, die sich sonst kein Elektroauto leisten könnten. Angesichts hoher Spritpreise und geopolitischer Unsicherheiten sei Elektromobilität ein entscheidender Schritt, um unabhängiger von Diesel und Benzin zu werden. Der Antrag für die Förderung von E-Autos erfolgt vollständig digital über das BAFA. Voraussetzung ist eine BundID, mit der sich Bürger online bei Behörden identifizieren können. Zusätzlich müssen die zwei aktuellsten Steuerbescheide, der Kauf- oder Leasingvertrag sowie der Fahrzeugschein hochgeladen werden. Familien benötigen außerdem einen Kindergeldnachweis. Die Prämie lässt sich bis zu zwölf Monate nach der Erstzulassung beantragen.

Von Januar bis April 2026 wurden in Deutschland bereits rund 224.000 reine E-Autos neu zugelassen. Damit lag der Anteil von Elektroautos an allen Neuzulassungen bei 23,6 Prozent. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Verband der Automobilindustrie begrüßen die Förderung grundsätzlich. Kritik kommt hingegen von Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, der die Prämie als Steuergeldverschwendung bezeichnete und bemängelt, dass gebrauchte E-Autos nicht gefördert werden.
“Das Geld hätte man sich sparen können, das hätte der Markt selbst geregelt. Schade um das Steuergeld, das nun an anderer Stelle wieder eingespart werden muss.”
Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer