Die Revanche ist ausgeblieben: Deutschland gegen Griechenland endete in Thessaloniki 0:0. Das DFB-Team dominierte vor allem die erste Halbzeit, ließ zahlreiche Chancen liegen und verlor nach der Pause zunehmend die Kontrolle. Ein Treffer von Jonathan Burkardt wurde nach VAR-Eingriff wegen eines vorherigen Handspiels von Tom Bischof aberkannt. Damit steht die deutsche Nationalmannschaft vor den letzten beiden Spielen der Nations League unter Druck. Deutschland liegt drei Punkte hinter Griechenland und den Niederlanden auf Tabellenplatz drei.
Bundestrainer Jürgen Klopp nahm im Vergleich zum 2:0 gegen Serbien drei Änderungen vor. David Raum, Lennart Karl und Burkardt rückten in die Startelf. Florian Wirtz führte das DFB-Team erstmals von Beginn an als Kapitän aufs Feld. Im Tor erhielt erneut Jonas Urbig das Vertrauen. Der Bayern-Keeper musste schon nach knapp zwei Minuten eingreifen. Georgios Masouras kam nach einer Flanke von Kostas Tsimikas aus kurzer Distanz zum Kopfball. Urbig verhinderte mit einer starken Parade den frühen Rückstand.
DFB-Team dominiert und scheitert am VAR
Danach bekam Deutschland die Partie schnell in den Griff. Die Mannschaft presste früh, eroberte viele zweite Bälle und drängte Griechenland tief in die eigene Hälfte. Besonders Derry Scherhant sorgte auf der linken Seite immer wieder für Gefahr. Auch Wirtz war im Zentrum auffällig. In der 20. Minute köpfte er Burkardt unglücklich an. Wenig später bereitete der Kapitän eine Freistoßvariante vor, die Raum mit einem wuchtigen Schuss abschloss. Torhüter Konstantinos Tzolakis war jedoch zur Stelle. Nach gut einer halben Stunde schien die Führung gefallen zu sein. Bischof spielte einen präzisen Ball in den Lauf von Scherhant. Der Flügelspieler zog bis zur Grundlinie und legte auf Burkardt zurück, der zum vermeintlichen 1:0 traf.
Nations League 2026/27 – Liga A, Gruppe 2
| SP. | S | U | N | TORE | DIFF. | PUNKTE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Niederlande | 4 | 2 | 2 | 0 | 7:5 | 2 | 8 |
| Griechenland | 4 | 2 | 2 | 0 | 5:3 | 2 | 8 |
| Deutschland | 4 | 1 | 2 | 1 | 3:2 | 1 | 5 |
| Serbien | 4 | 0 | 0 | 4 | 3:8 | -5 | 0 |
Der Jubel dauerte aber nur kurz. Der VAR meldete sich, weil Bischof den Ball zuvor unbeabsichtigt mit der Hand berührt hatte. Schiedsrichter Clement Turpin nahm den Treffer deshalb zurück. Die Zahlen zeigten, wie deutlich das DFB-Team die erste Halbzeit bestimmt hatte: 76 Prozent Ballbesitz, 13:1 Torschüsse und 23:2 Strafraumaktionen. Nur das Tor fehlte. Klopp hob den Auftritt anschließend hervor. “Die erste Halbzeit war außergewöhnlich gut”, sagte der Bundestrainer in der “Sportschau”. Gleichzeitig sprach er das entscheidende Manko an: “Aber wir sollten die Bälle ab und zu mal reinschießen, das würde helfen.”
“Es schmerzt schon sehr, dass wir das Tor nicht gemacht haben. Aber man hat gesehen, dass wir alles reingeworfen und unser Herz auf dem Platz gelassen haben. Da war schon richtig viel Gutes dabei.”
Nationalspieler Derry Scherhant (SC Freiburg)
Griechenland stört den Rhythmus des DFB-Teams
Nach der Pause wurde die Partie offener. Griechenland brachte Konstantinos Karetsas und trat deutlich präsenter auf. Zugleich gelang es den Gastgebern besser, den deutschen Spielfluss mit Zweikämpfen, Unterbrechungen und Standardsituationen zu bremsen. Deutschland verlor dadurch an Klarheit. Philipp Treu kam im Strafraum in eine gute Position, entschied sich jedoch gegen den Abschluss und spielte quer. Der Pass fand keinen Abnehmer. Klopp reagierte und brachte Said El Mala sowie Nick Woltemade für Karl und Burkardt. Die erhofften neuen Impulse blieben zunächst aus. Das Spiel wurde zerfahrener, während Griechenland häufiger in die deutsche Hälfte kam.
Fußball-Nationalmannschaft Termine 2026
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Scherhant setzte einen weiteren Abschluss in der 65. Minute vorbei. Auf der anderen Seite erhielt Masouras nach 76 Minuten eine große Gelegenheit, traf den Ball am langen Pfosten jedoch nicht sauber genug. In der Schlussphase wechselte Klopp auch Baur und Conté ein. Deutschland erhöhte noch einmal den Druck, kam durch Treu und El Mala zu weiteren Aktionen, brachte den Ball aber nicht über die Linie. In der UEFA Nations League geht es für Deutschland am 13. November auswärts gegen Serbien weiter. Drei Tage später wartet zum Abschluss die Niederlande. Vor diesen beiden Spielen steht das DFB-Team auf Platz drei. Griechenland und die Niederlande liegen jeweils drei Punkte davor. Nur die ersten beiden Mannschaften erreichen die K.o.-Phase.