Handball-EM 2026: Deutschland nach 38:34 gegen Frankreich im Halbfinale

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Deutschland steht bei der Handball-EM 2026 im Halbfinale. Mit einer der bislang stärksten Turnierleistungen setzte sich die deutsche Nationalmannschaft im entscheidenden Hauptrunden-Spiel gegen Titelverteidiger Frankreich verdient mit 38:34 (19:15) durch und sicherte sich damit vorzeitig einen Platz unter den besten vier Teams Europas.

Vor 10.850 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen von Herning überzeugte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason durch taktische Disziplin, mentale Stabilität und einen klaren Matchplan. Überragender Akteur war Spielmacher Juri Knorr, der sich nach zuvor unauffälligen Auftritten mit zehn Treffern eindrucksvoll zurückmeldete. Deutschland bestätigte damit seinen Aufwärtstrend bei der Handball-EM 2026 und eliminierte einen der Topfavoriten auf den Titel.

Deutscher Spielmacher Juri Knorr mit perfekter Effizienz

Die Ausgangslage vor dem Anwurf war komplex. Trotz einer ordentlichen Leistung gegen Dänemark hatte Deutschland sein Halbfinalticket noch nicht gelöst und war auf den zweiten Matchball angewiesen. Durch die überraschende Niederlage Frankreichs gegen die zuvor punktlosen Spanier reichte dem DHB-Team bereits ein Unentschieden. Personell musste Bundestrainer Gislason jedoch auf Abwehrchef Tom Kiesler verzichten, der krankheitsbedingt fehlte. Dafür kehrten die Außen Lukas Zerbe und Lukas Mertens in die Startformation zurück, ebenso Torhüter Andreas Wolff. Den besseren Start erwischte Deutschland. Marko Grgic erzielte den ersten Treffer, kassierte kurz darauf aber eine umstrittene Zwei-Minuten-Strafe.

Handball EM 2026 – Hauptrundengruppe I

SPSUNTOREDIFF.PUNKTE
Dänemark5401166:141258
Deutschland5401160:15558
Portugal5212169:16905
Frankreich5203179:17814
Norwegen5113156:175-193
Spanien5104160:172-122
SP = Spiele / S = Siege / U = Unentschieden / N = Niederlagen / DIFF = Tordifferenz

Frankreich antwortete über Dika Mem, der von Beginn an enorme Präsenz zeigte. Der Halbrechte vom FC Barcelona traf in der ersten Hälfte siebenmal und war klarer Fixpunkt im französischen Angriffsspiel. Auf deutscher Seite rückte überraschend früh Juri Knorr in den Fokus. Der Spielmacher, der im bisherigen Turnierverlauf kaum Akzente gesetzt hatte, übernahm Verantwortung und traf im ersten Durchgang sechsmal bei sechs Versuchen. Die aggressive französische Abwehr nahm Deutschland an. Johannes Golla zeigte sich konsequent am Kreis, Renars Uscins stellte auf 10:7 und zwang Frankreichs Trainer Guillaume Gille zu einer frühen Auszeit. Deutschland kontrollierte die Partie, baute die Führung erneut aus und ging mit einem verdienten 19:15 in die Pause.

Deutschland trifft im Halbfinale der Handball-EM auf Kroatien

Ein Spiel der Torhüter war die letzte Hauptrunden-Begegnung zunächst nicht. Andreas Wolff parierte vor der Pause lediglich zwei Würfe, auch Frankreichs Keeper Remi Desbonnet und Charles Bolzinger blieben ohne großen Einfluss. Nach dem Seitenwechsel setzte Gislason auf David Späth, der sich zunehmend steigerte. Knorr blieb der strukturierende Faktor im Angriff und traf zum 24:19. Es war sein zehnter Treffer im zehnten Versuch. Frankreich kämpfte sich jedoch zurück. Angeführt von Mem und später Aymeric Minne verkürzten die Franzosen auf 26:27. Die Partie drohte zu kippen.

Handball-EM 2026 – Halbfinale im Überblick

Datum/Uhrzeit
Heim
Gast
Spielort
Ergebnis
30.01.2026,
17:45 Uhr
Deutschland
Kroatien
Jyske Bank Boxen,
Herning (Dänemark)
-:-
30.01.2026,
20:30 Uhr
Dänemark
Island
Jyske Bank Boxen,
Herning (Dänemark)
-:-

Gislason reagierte und brachte Wolff zurück ins Tor. Der Keeper vom THW Kiel stabilisierte die Defensive sofort, parierte frei gegen Nicolas Tournat und gab dem deutschen Spiel neue Sicherheit. Grgic traf aus spitzem Winkel und später mit einem wuchtigen Rückraumwurf zum vorentscheidenden 34:31. In der Schlussphase erhöhte Frankreich das Tempo und setzte auf eine offene Deckung, fand jedoch keine Lösungen mehr. Deutschland blieb ruhig, nutzte Überzahlsituationen konsequent und behauptete die Führung bis zum Ende. Beim Stand von 36:34 nahm Gislason die letzte Auszeit und ordnete die Abläufe. Der 38:34-Erfolg war am Ende verdient, Juri Knorr wurde zum Spieler des Spiels gewählt. Im Halbfinale der Handball-EM 2026 trifft Deutschland nun am Freitagabend (17:45 Uhr) auf Kroatien, den Sieger der Hauptrundengruppe II.

Tore:

Deutschland: Knorr 10, Uscins 5, Grgic 4, Golla 4, Mertens 4, Fischer 3, Zerbe 3, Köster 2, Lichtlein 2, Semper 1

Frankreich: Mem 11, Descat 9, Minne 5, Lenne 3, Fabregas 3, Briet 2, Prandi 1

Die Highlights des Spiels im Video

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