UEFA Europa League: Stuttgart souverän in Deventer, Freiburg nur remis in Pilsen

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Der VfB Stuttgart hat am 5. Spieltag der UEFA Europa League ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem auch in der Höhe verdienten 4:0-Auswärtssieg bei den Go Ahead Eagles Deventer feierten die Schwaben nicht nur ihren ersten internationalen Auswärtssieg der laufenden Saison, sondern verbesserten sich gleichzeitig auf Platz zwölf der Tabelle.

Nationalspieler Jamie Leweling avancierte mit einem Doppelpack (20./35.) zum Spieler des Spiels, Bilal El Khannouss (59.) und Badredine Bouanani (90.+4) sorgten für den Endstand. Trotz Fan-Problemen rund ums Stadion dominierte der VfB Stuttgart das Spiel über die gesamten 90 Minuten hinweg.

Doppelpack von Jamie Leweling bringt VfB Stuttgart in Front

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß nahm im Vergleich zum Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund (3:3) nur zwei Änderungen in seiner Mannschaft vor. Ramon Hendriks und Atakan Karazor rückten für Chema und den verletzten Tiago Tomas in die Startelf. Der VfB Stuttgart bestimmte von Beginn an das Geschehen im Stadion „De Adelaarshorst“. Leweling prüfte Torwart de Busser erstmals in der 16. Minute, ehe er wenige Minuten später nach einem Pass von Deniz Undav das verdiente 1:0 markierte. In der 35. Minute legte der schnelle Angreifer nach einem Konter aus 17 Metern das 2:0 nach. Es war sein zweiter Treffer in einer dominanten ersten Hälfte des VfB Stuttgart in der Fußball-Europa-League. Auch nach der Pause behielt der VfB Stuttgart die Kontrolle. In der 59. Minute erhöhte Bilal El Khannouss nach Vorarbeit von Undav auf 3:0. Die Gastgeber aus Deventer waren zu diesem Zeitpunkt nur zu zehnt.

Tabelle UEFA Europa League 2025/26

SP.SUNTOREDIFF.PUNKTE
Olympique Lyon650113:31015
FC Midtjylland650113:5815
Aston Villa650110:4615
Real Betis Sevilla642011:4714
SC Freiburg64209:3614
Ferencvaros Budapest642011:6514
Sporting Braga641110:5513
FC Porto64119:5413
VfB Stuttgart640212:5712
AS Rom640210:5512
Nottingham Forest632111:6511
Fenerbahce SK63219:5411
FC Bologna63219:5411
Viktoria Pilsen62406:2410
Panathinaikos63129:7210
KRC Genk63127:6110
Roter Stern Belgrad63125:5010
PAOK Saloniki623113:1039
Celta Vigo630312:939
Lille OSC630310:739
Young Boys Bern63038:12-49
Brann Bergen62226:7-18
Ludogorez Rasgrad621311:14-37
Celtic Glasgow62137:11-47
Dinamo Zagreb62138:13-57
FC Basel62048:9-16
FCSB Bukarest62047:11-46
Go Ahead Eagles Deventer62045:11-66
Sturm Graz61144:8-44
Feyenoord Rotterdam61057:13-63
RB Salzburg61055:11-63
FC Utrecht60153:9-61
Glasgow Rangers60153:11-81
Malmö FF60153:12-91
Maccabi Tel Aviv60152:18-161
OGC Nizza60064:13-90
SP = Spiele / S = Siege / U = Unentschieden / N = Niederlagen / DIFF = Tordifferenz

Die Schlussphase wurde hitziger, der Schiedsrichter verteilte sechs Gelbe Karten in 16 Minuten. In der Nachspielzeit setzte Badredine Bouanani mit dem 4:0 den Schlusspunkt für seine Mannschaft in einer insgesamt einseitigen Partie. „Heute so eine Leistung abzurufen ist sehr gut“, sagte Doppeltorschütze Leweling bei RTL. Deniz Undav ergänzte: „Wir haben hier nichts anbrennen lassen und das Spiel schnell gefinisht.“ Vorstandschef Alexander Wehrle sprach von einem „ungefährdeten, souveränen Sieg“. Für den VfB Stuttgart steht in der UEFA Europa League am 11. Dezember das Heimspiel gegen Maccabi Tel Aviv an. In der Fußball-Bundesliga wartet am Sonntag der Hamburger SV auf den Verein.

Tore:

0:1 Jamie Leweling (VfB Stuttgart), 20. Minute
0:2 Jamie Leweling (VfB Stuttgart), 35. Minute
0:3 Bilal El Khannouss (VfB Stuttgart), 59. Minute
0:4 Badredine Bouanani (VfB Stuttgart), 90.+3 Minute

Noah Atubolu hält Punkt für SC Freiburg gegen Pilsen fest

Während der VfB Stuttgart jubelte, musste sich der SC Freiburg in der UEFA Europa League am 5. Spieltag mit einem torlosen Unentschieden bei Viktoria Pilsen zufriedengeben. Dennoch bleibt das Team von Trainer Julian Schuster auch im fünften Spiel ungeschlagen und rangiert mit elf Punkten auf einem guten dritten Platz – ein großer Schritt Richtung Achtelfinale. Freiburg tat sich beim hoch pressenden Gegner lange schwer. Torhüter Noah Atubolu wurde zum Matchwinner für den SC Freiburg, nachdem er mehrere hochkarätige Chancen vereitelte und den Punkt rettete. Besonders in der Phase kurz vor der Halbzeit war Pilsen dem Führungstreffer nahe, doch Atubolu zeigte starke Reaktionen gegen Souaré, Vydra und Adu.

„Wir waren bis zur 30. Minute ganz gut im Spiel, hatten unsere Chancen, danach war es fahrlässig, ein paar Kleinigkeiten, die nicht gestimmt hatten. Wir wollen immer mehr, es wäre auch mehr drin gewesen. Schlussendlich müssen wir uns aber irgendwo auch zufrieden geben.“

Noah Atubolu

Nach dem Seitenwechsel fand der SC Freiburg zurück zur Ordnung, doch offensiv blieben die Aktionen der Breisgauer zu unpräzise. Stürmer Igor Matanovic und Johann Manzambi vergaben die besten Möglichkeiten auf Freiburger Seite. Florian Wiegele im Tor von Pilsen zeigte ebenfalls eine starke Leistung. Am Ende blieb es beim 0:0. Mit diesem kann der SC Freiburg in der UEFA Europa League deutlich besser leben kann als die Gastgeber. „Es war echt eklig. Sie haben es uns nicht einfach gemacht und stehen auch gut da“, bilanzierte Atubolu. Die nächste Partie in der Europa League könnte für den Verein aber das Tor ins Achtelfinale endgültig öffnen.

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