Deutsche Bank steigert Gewinn dank starkem Investmentbanking

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Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2026 einen überraschend hohen Gewinn erzielt und die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Der Vorsteuergewinn stieg um elf Prozent auf 2,68 Milliarden Euro und lag damit nur knapp unter dem Rekordwert aus dem Jahr 2007. Unter dem Strich verdiente Deutschlands größtes Geldhaus 1,64 Milliarden Euro. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Wichtigster Wachstumstreiber war das Investmentbanking. Zugleich bestätigte der DAX-Konzern seine Jahresprognose und kündigte einen weiteren Aktienrückkauf über 500 Millionen Euro an.

Auch die Erträge entwickelten sich besser als erwartet. Sie erhöhten sich um neun Prozent auf 8,48 Milliarden Euro. Analysten hatten lediglich mit Einnahmen von 8,09 Milliarden Euro gerechnet. Beim Vorsteuergewinn lag die Markterwartung bei rund 2,27 Milliarden Euro. Damit übertraf die Deutsche Bank die Prognosen in fast allen wichtigen Geschäftsbereichen. “Unsere Rekordergebnisse im zweiten Quartal wurden von einer starken Wachstumsdynamik und konsequenter Kostendisziplin getragen”, erklärte Vorstandschef Christian Sewing. Aufgrund der starken Quartalszahlen ist der Vorstand zuversichtlicher geworden. Die Deutsche Bank könnte ihre strategischen Ziele für 2028 sogar übertreffen.

Investmentbanking treibt Gewinn der Deutschen Bank

Besonders stark entwickelte sich das Investmentbanking. Der Vorsteuergewinn der Sparte stieg um 59 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro. Damit lieferte der Geschäftsbereich fast die Hälfte des gesamten Vorsteuerergebnisses. Gleichzeitig wuchsen die Erträge im Investmentbanking um 19 Prozent auf etwa 3,2 Milliarden Euro. Das war der höchste Wert seit der Neuaufstellung der Sparte im Jahr 2019. Die Deutsche Bank profitierte vor allem vom weltweiten Geschäft mit Fusionen und Übernahmen. Hinzu kamen Börsengänge, Unternehmensfinanzierungen und Wertpapieremissionen.

Die Deutsche Bank im Überblick

Sitz
Frankfurt am Main, Deutschland
Rechtsform
Aktiengesellschaft
Gründung
1. Januar 1957 (Neugründung)
Bilanzsumme
1.435 Mrd. Euro (2025)
Einlagen
692 Mrd. Euro (2025)
Kundenkredite
479 Mrd. Euro (2025)
Mitarbeiter
89.879 (2025)
Geschäftsstellen
1.179 (2025)
Vorstandvorsitzender
Christian Sewing (seit 2018)

Außerdem sorgten die Schwankungen an den Finanzmärkten für zusätzliche Handelsaktivitäten. Viele Unternehmen und Investoren wollten sich stärker gegen finanzielle Risiken absichern. Auch bei den Kosten meldete das Geldhaus Fortschritte. Die Aufwand-Ertrags-Relation sank auf 63 Prozent. Somit musste die Bank 63 Cent ausgeben, um einen Euro Ertrag zu erwirtschaften. Die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle lag bei 460 Millionen Euro und ging gegenüber dem ersten Quartal zurück. Die Eigenkapitalrendite erreichte elf Prozent.

“Wir haben erneut ein starkes Quartal abgeliefert. Das Ergebnis verdeutlicht die Vorteile unserer gut diversifizierten Aufstellung und spiegelt die Stärke unserer stabilen und kapitaleffizienten Geschäftsbereiche wider: der Unternehmensbank, der Privatkundenbank und der Vermögensverwaltung. Hinzu kam die sehr starke Entwicklung der Investmentbank.”

Deutsche Bank-Finanzvorstand Raja Akram

Deutsche Bank bestätigt Prognose und Aktienrückkauf

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Deutsche Bank weiterhin Erträge von rund 33 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr nahm das Institut bereits etwa 17,2 Milliarden Euro ein. Bis 2028 will Sewing die Eigenkapitalrendite auf mehr als 13 Prozent steigern. Zugleich soll die Aufwand-Ertrags-Relation auf weniger als 60 Prozent sinken. Zusätzliche Einsparungen verspricht sich der Konzern vom Einsatz künstlicher Intelligenz.

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Nach Angaben von Christian Sewing soll KI neue Dienstleistungen für Kunden ermöglichen. Gleichzeitig könnte die Technologie interne Prozesse beschleunigen und die Kosten der Deutschen Bank reduzieren. Nach dem laufenden Aktienrückkauf über eine Milliarde Euro plant das Geldhaus ein weiteres Programm. Dafür stellt die Deutsche Bank 500 Millionen Euro bereit. Finanzchef Raja Akram verwies außerdem auf eine harte Kernkapitalquote von 13,9 Prozent. Größere Übernahmen sind derzeit nicht vorgesehen. Stattdessen setzt die Bank bis 2028 auf organisches Wachstum und zusätzliche Marktanteile.

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