EHF Champions League Final Four: Füchse Berlin verlieren Finale gegen den FC Barcelona mit 34:37

Bildquelle: depositphotos.com / vitaliivitleo

Die Füchse Berlin haben das Finale des EHF Champions League Final Four 2026 gegen den FC Barcelona mit 34:37 verloren und den ersten Titel in der Königsklasse erneut verpasst. Vor 20.122 Zuschauern in der Kölner Lanxess Arena kämpfte sich der Bundesliga-Klub nach einem schwachen Start zurück, kam in der Schlussphase noch einmal auf zwei Tore heran, scheiterte aber an Barcelonas Tempo, eigenen Ballverlusten und einem überragenden Emil Nielsen. Für den FC Barcelona war es der 13. Triumph in der Handball-Champions-League. Für die Füchse Berlin blieb beim Truckscout24 EHF Final4 2026 wie im Vorjahr nur Silber.

Das Finale des EHF Champions League Final Four 2026 begann für die Füchse Berlin mit einem frühen Rückschlag. Mathias Gidsel wurde nach wenigen Sekunden gut freigespielt, doch Torhüter Emil Nielsen parierte den Wurf des dreifachen Welthandballers. Diese Szene prägte die erste Halbzeit. Barcelona agierte effizient, schnell und klar. Berlin musste sich jeden Treffer hart erarbeiten. Füchse-Trainer Nicolej Krickau setzte wie im Halbfinale gegen den SC Magdeburg auf Tim Freihöfer, Lasse Andersson, Nils Lichtlein, Mathias Gidsel, Hakun West av Teigum, Mijajlo Marsenic und Dejan Milosavljev. Barcelona-Coach Carlos Ortega begann mit Daniel Fernandez, Jonathan Carlsbogard, Domen Makuc, Dika Mem, Aleix Gomez, Luis Frade und Emil Nielsen.

FC Barcelona startet stark, Füchse Berlin laufen früh hinterher

Der FC Barcelona fand sofort in seinen Rhythmus. Die Katalanen überraschten mit hohem Tempo und schnellen Abschlüssen. Berlin bekam zunächst keinen Zugriff. Nach sechs Minuten lag Nielsen bereits bei einer Quote von 60 Prozent. Auf der Gegenseite kam Milosavljev nur schwer in die Partie. Barcelona setzte sich früh auf 8:5 ab. Besonders bitter für die Füchse Berlin: Gidsel bekam kaum Räume. Die Berliner Angriffe wirkten eng. Krickau bemängelte in seiner ersten Auszeit die fehlende Breite im Spiel. Der Versuch mit dem siebten Feldspieler brachte keine Stabilität. Stattdessen nutzte Barcelona Ballverluste konsequent aus und erhöhte auf 14:9. Tim Freihöfer brachte die Füchse Berlin mit einem Doppelschlag zwischenzeitlich auf 8:9 heran. Der Ausgleich gelang aber nicht. Nielsen verhinderte wichtige Berliner Chancen. Gidsel traf erst in der 25. Minute erstmals. Zur Pause führte der FC Barcelona mit 20:16.

EHF Champions League Final Four 2026
Spielplan

Datum/
Uhrzeit
Heim
Gast
Ergebnis
13.06.2026,
15:00 Uhr
SC Magdeburg
Füchse Berlin
35:40
13.06.2026,
18:00 Uhr
Aalborg AB Handbold
FC Barcelona
32:37 n.V.
14.06.2026,
15:00 Uhr
Aalborg AB Handbold
SC Magdeburg
26:32
14.06.2026,
18:00 Uhr
FC Barcelona
Füchse Berlin
37:34

Nach der Pause veränderte sich das Bild. Die Füchse Berlin kamen mit mehr Energie aus der Kabine. Lasse Andersson verkürzte schnell, danach traf Gidsel in Unterzahl zum 18:20. Berlin spielte nun direkter und fand seinen Superstar besser. Auch Milosavljev steigerte sich im Tor und hielt die Füchse mit wichtigen Paraden im Spiel. Doch immer dann, wenn die Partie kippen konnte, antwortete der FC Barcelona. Nielsen zeigte mehrere starke Paraden in Serie. Barcelona traf zudem in das leere Tor und stellte den alten Abstand wieder her. Nach dem 24:19 und später dem 26:21 schien der Rekordchampion auf dem Weg zur Entscheidung.

“Barça hat verdient gewonnen. Wir bleiben weiterhin hungrig und hoffen, wieder nach Köln zurückzukehren und den Titel zu gewinnen.”

Füchse-Trainer Nicolej Krickau

EHF Champions League: Berliner Aufholjagd wird nicht belohnt

Die Füchse Berlin gaben das Finale der EHF Champions League 2026 aber nicht verloren. Krickau stellte die Abwehr um. Berlin wurde aggressiver, zwang Barcelona zu schwereren Abschlüssen und kam über Andersson, Gidsel und Gröndahl wieder näher heran. Nach einem Foul von Ludovic Fabregas an Gidsel sah Barcelonas Abwehrchef nach Videobeweis die Rote Karte. Gröndahl verwandelte den Strafwurf zum 24:27. Die Hoffnung in der Kölner Arena wuchs. Gidsel übernahm mehr Verantwortung und wurde mit acht Toren bester Werfer der Füchse Berlin. Als er nach einer Parade von Milosavljev per Tempogegenstoß auf 30:32 verkürzte, war das Finale wieder offen. Barcelona blieb jedoch kontrolliert und fand im Angriff weiter Lösungen.

Gewinner der EHF Champions League seit 2015

Jahr
Gewinner
2015
FC Barcelona
2016
KS Kielce
2017
RK Vardar Skopje
2018
Montpellier HB
2019
RK Vardar Skopje
2020
THW Kiel
2021
FC Barcelona
2022
FC Barcelona
2023
SC Magdeburg
2024
FC Barcelona
2025
SC Magdeburg
2026
FC Barcelona

Auch Berlin musste in der Schlussphase eine Disqualifikation hinnehmen. Darj sah nach einer ähnlichen Aktion wie Fabregas die Rote Karte. Trotzdem blieben die Füchse dran. Beim 31:33 in der 55. Minute war die Verlängerung wieder möglich. Zweieinhalb Minuten vor Schluss parierte Milosavljev erneut. Berlin hatte die Chance auf den Anschluss. Doch Djordje Cikusa klaute den Ball und traf im Gegenstoß zum 36:33. Kurz darauf parierte Nielsen erneut. Damit war die Entscheidung gefallen. Der FC Barcelona gewann das Finale der EHF Champions League 2026 mit 37:34 und feierte den 13. Titel in der Königsklasse. Für die Füchse Berlin endete auch die zweite Finalteilnahme nacheinander mit einer Niederlage. Nach dem 26:32 gegen den SC Magdeburg im Vorjahr blieb dem Hauptstadtklub erneut nur Silber beim EHF Final4.

Tore:

FC Barcelona: Frade 7, Janc 6, Gomez 6, Makuc 5, Mem 4, Fernandez 2, Carlsbogard 2, N'Guessan 2, D. Cikusa 1, Fabregas 1, P. Cikusa 1

Füchse Berlin: Gidsel 8, Andersson 7, Freihöfer 7, Lichtlein 6, Gröndahl 3, av Teigum 2, Marsenic 1

Die Highlights des Spiels im Video

Total
0
Shares
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Vorheriger Artikel

E-Autos: Neue Förderung mit Prämie sorgt für mehr als 50.000 Anträge

Nächster Artikel

Deutschland startet mit 7:1 gegen Curaçao in die Fußball-WM 2026

Passende Artikel