Deutsche Bank: Gewinn steigt auf 2,6 Milliarden Euro – Aktie legt zu

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Die Deutsche Bank hat ihren Gewinn im dritten Quartal 2026 deutlich gesteigert und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Vorsteuergewinn stieg um acht Prozent auf 2,63 Milliarden Euro, nach Steuern blieben rund 1,9 Milliarden Euro. Davon entfielen 1,59 Milliarden Euro auf die Aktionäre. Die Erträge wuchsen um vier Prozent auf 8,34 Milliarden Euro.

Nach den starken Quartalszahlen rechnet Deutschlands größtes Geldhaus für 2026 mit Einnahmen von mehr als 33 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank-Aktie legte am Mittwochvormittag um rund drei Prozent auf 29,73 Euro zu. Konzernchef Christian Sewing kündigte zudem für Januar 2027 neue Finanzziele an.

Deutsche Bank steigert Gewinn in fast allen Sparten

Größter Gewinnbringer war erneut die Investmentbank. Obwohl ihre Erträge um zwei Prozent auf 2,92 Milliarden Euro zurückgingen, erhöhte sich der Vorsteuergewinn um zwölf Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Niedrigere Kosten und eine geringere Risikovorsorge in der Sparte trugen zu diesem Ergebnis bei. Besonders kräftig wuchs das Firmenkundengeschäft. Die Unternehmensbank steigerte ihre Erträge um neun Prozent auf 1,98 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn verbesserte sich um elf Prozent auf 743 Millionen Euro. JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein wertete die Entwicklung als erfolgreiche Wende im Firmenkundengeschäft.

Die Deutsche Bank im Überblick

Sitz
Frankfurt am Main, Deutschland
Rechtsform
Aktiengesellschaft
Gründung
1. Januar 1957 (Neugründung)
Bilanzsumme
1.435 Mrd. Euro (2025)
Einlagen
692 Mrd. Euro (2025)
Kundenkredite
479 Mrd. Euro (2025)
Mitarbeiter
89.879 (2025)
Geschäftsstellen
1.179 (2025)
Vorstandvorsitzender
Christian Sewing (seit 2018)

Auch die Privatkundenbank verzeichnete höhere Einnahmen. Ihre Erträge legten um acht Prozent auf 2,61 Milliarden Euro zu. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich jedoch nur um zwei Prozent auf 699 Millionen Euro. Investitionen in das weitere Wachstum und Kosten für Personalmaßnahmen bremsten die Entwicklung. In der Vermögensverwaltung stiegen die Erträge um vier Prozent auf 766 Millionen Euro. Die Fondstochter DWS sammelte zudem mit 30,9 Milliarden Euro so viel frisches Anlegergeld ein wie nie zuvor in einem Quartal.

“Wir wollen zum europäischen Champion werden. Und wir sehen große Chancen, diesem Ziel entscheidend näherzukommen.”

Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank

Deutsche Bank: Aktie profitiert von starken Quartalszahlen

Die Ergebnisse der Deutschen Bank übertrafen die Prognosen der Experten. Analysten hatten lediglich mit einem Vorsteuergewinn von 2,39 Milliarden Euro und Erträgen von 8,21 Milliarden Euro gerechnet. An der Börse gehörte die Deutsche Bank-Aktie nach Veröffentlichung der Zahlen zu den größten Dax-Gewinnern. In den ersten neun Monaten 2026 erwirtschaftete der Konzern bereits einen Vorsteuergewinn von rund 8,4 Milliarden Euro. Auf die Anteilseigner entfielen gut 5,1 Milliarden Euro. Damit rückt der bisherige Jahresrekord von 9,7 Milliarden Euro vor Steuern aus dem Jahr 2025 näher.

CEO Christian Sewing traut der Bank inzwischen auch für 2028 mehr zu. Das angestrebte Ziel einer Eigenkapitalrendite von über 13 Prozent könnte übertroffen werden. Im dritten Quartal lag die Kennzahl bei 10,6 Prozent. Belastungen bestehen weiterhin durch juristische Altlasten. Ermittlungen zu möglichen Cum-Cum-Geschäften der Postbank und Schadenersatzforderungen ehemaliger Mitarbeiter beschäftigen das Institut. Gleichzeitig erhöhte sich die Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite um neun Prozent auf 501 Millionen Euro.

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