UEFA Europa League: Freiburg gewinnt gegen Tel Aviv, Stuttgart verliert bei AS Rom

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Der SC Freiburg bleibt in der Fußball-Europa-League 2025/26 das Maß der Dinge. Mit einem hart erkämpften 1:0-Erfolg gegen Maccabi Tel Aviv bleibt das Team von Trainer Julian Schuster auch im siebten Gruppenspiel ungeschlagen und steht mit 17 Punkten dicht vor dem direkten Einzug ins Achtelfinale. Matchwinner war Igor Matanovic, der in der 82. Minute per Kopf das Tor des Tages erzielte. Ganz anders die Lage beim VfB Stuttgart. Die Schwaben unterlagen bei der AS Rom mit 0:2 und benötigen nun Schützenhilfe, um den Sprung in die K.O.-Runde der UEFA Europa League noch zu schaffen.

Der SC Freiburg hatte gegen destruktiv auftretende Gäste aus Israel große Mühe, offensiv zur Entfaltung zu kommen. Maccabi Tel Aviv agierte mit tiefem Abwehrblock, verzögerte immer wieder das Spiel und versuchte, über Zeitspiel das Tempo aus der Partie zu nehmen. Der SC Freiburg trat im Vergleich zum Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg mit einer stark veränderten Startelf an. Trainer Julian Schuster schonte Leistungsträger wie Grifo und Höler und setzte auf frische Kräfte wie Rosenfelder, Osterhage, Suzuki und Scherhant.

SC Freiburg nach 1:0 gegen Tel Aviv auf Kurs Achtelfinale

Die Partie nahm nur langsam Fahrt auf. Erste Chancen vergaben Matanovic (17.) und Suzuki (34.). Kurz vor der Pause rettete Keeper Noah Atubolu gegen Abu Farchi (45.+3) in höchster Not. Nach Wiederbeginn drückten die Breisgauer vehement auf die Führung. Eine Dreifach-Chance von Ginter, Matanovic und Suzuki in der 56. Minute brachte Maccabi an den Rand des Rückstands. Doch erst in der 82. Minute war es so weit. Nach einer präzisen Flanke von Christian Günter stieg Matanovic mustergültig zum Kopfball hoch und versenkte den Ball im linken oberen Toreck. “Wir sind geduldig geblieben – und dafür belohnt worden“, erklärte der Stürmer nach dem Spiel.

Tabelle UEFA Europa League 2025/26

SP.SUNTOREDIFF.PUNKTE
Olympique Lyon870118:51321
Aston Villa870114:6821
FC Midtjylland861118:81019
Real Betis Sevilla852113:7617
FC Porto852113:7617
Sporting Braga852111:5617
SC Freiburg852110:4617
AS Rom851213:6716
KRC Genk851211:7416
FC Bologna843114:7715
VfB Stuttgart850315:9615
Ferencvaros Budapest843112:11115
Nottingham Forest842215:7814
Viktoria Pilsen83508:3514
Roter Stern Belgrad84227:6114
Celta Vigo841315:11413
PAOK Saloniki833217:14312
Lille OSC840412:9312
Fenerbahce SK833210:7312
Panathinaikos833211:9212
Celtic Glasgow832313:15-211
Ludogorez Rasgrad831412:15-310
Dinamo Zagreb831412:16-410
Brann Bergen82339:11-29
Young Boys Bern830510:16-69
Sturm Graz82155:11-67
FCSB Bukarest82159:16-77
Go Ahead Eagles Deventer82156:14-87
Feyenoord Rotterdam820611:15-46
FC Basel82069:13-46
RB Salzburg820610:15-56
Glasgow Rangers81165:14-94
OGC Nizza81077:15-83
FC Utrecht80175:15-101
Malmö FF80174:15-111
Maccabi Tel Aviv80172:22-201
SP = Spiele / S = Siege / U = Unentschieden / N = Niederlagen / DIFF = Tordifferenz

Taktisch zeigte sich der SC Freiburg erneut stabil. Trotz Rotation behielt das Team seine Struktur bei, kombinierte variabel durchs Zentrum und über die Außen. Die Defensive um Ginter und Rosenfelder ließ kaum etwas zu, während Atubolu mit starken Paraden glänzte. Am letzten Spieltag der Gruppenphase trifft der SC auswärts auf Lille OSC (Donnerstag, 21 Uhr). Bereits jetzt ist klar: Die Freiburger sind in der UEFA Europa League ein ernstzunehmender Kandidat für das Achtelfinale.

“Es war wie erwartet ein sehr schweres Spiel. Wir haben es aber trotzdem gut gemacht und sind geduldig geblieben. Sie haben nicht viele Chancen zugelassen, aber wir sind weiter dran geblieben.”

Igor Matanovic

Tor:

1:0 Igor Matanovic (SC Freiburg), 82. Minute

VfB Stuttgart vergibt beim 0:2 gegen Rom zu viele Torchancen

Der VfB Stuttgart hat dagegen in der UEFA Europa League einen Rückschlag hinnehmen müssen. Beim direkten Konkurrenten AS Rom verlor die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß mit 0:2 und steht nun unter Druck. Trotz eines couragierten Auftritts und zahlreicher Chancen scheiterte der VfB an seiner eigenen Abschlussschwäche und einem glänzend aufgelegten Roma-Keeper Svilar. Schon nach wenigen Minuten hatte Maximilian Mittelstädt eine erste Großchance, sein Abschluss ging jedoch knapp über das Tor. Die Italiener steigerten sich mit zunehmender Spielzeit und gingen durch Niccolo Pisilli (40.) verdient in Führung.

“Es war eine Lehrstunde für uns in Sachen Effizienz, die machen aus zwei Chancen zwei Tore. Wir können hier vier Tore machen gegen eine Mannschaft, die defensiv gut steht.”

Ermedin Demirovic

Nach der Pause drückte Stuttgart auf den Ausgleich. Deniz Undav (47., 58.) und später Ermedin Demirovic (80.) verpassten jedoch den Treffer. In der Nachspielzeit besiegelte Pisilli mit seinem zweiten Tor die Niederlage (90.+3). Damit rutscht der VfB Stuttgart in der Gruppenrangliste ab und hat den Achtelfinal-Einzug nicht mehr in eigener Hand. Gegen die Young Boys Bern (Donnerstag, 21 Uhr) braucht der Verein einen Sieg und gleichzeitig günstige Ergebnisse auf den anderen Plätzen. In der Fußball-Bundesliga empfängt der SC Freiburg indes am Sonntag den 1. FC Köln (17:30 Uhr), der VfB Stuttgart ist zwei Stunden zuvor bei Borussia Mönchengladbach gefordert (15:30 Uhr). Für beide Vereine steht also eine richtungsweisende Woche bevor, national wie international.

Tore:

1:0 Niccolo Pisilli (AS Rom), 40. Minute
2:0 Niccolo Pisilli (AS Rom), 90.+3 Minute

Die Highlights der Spiele im Video

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