Zwei deutsche Klubs, zwei knappe Niederlagen, zwei offene Rückspiele. Der VfB Stuttgart verlor sein Achtelfinal-Hinspiel in der UEFA Europa League mit 1:2 gegen den FC Porto, der SC Freiburg unterlag auswärts beim KRC Genk mit 0:1. Beide Bundesliga-Vereine leisteten sich in entscheidenden Momenten Fehler im Spielaufbau und im Defensivverhalten, die konsequent bestraft wurden.
Während der VfB Stuttgart nach einem Doppelschlag früh ins Hintertreffen geriet, fehlte dem SC Freiburg in Belgien die Durchschlagskraft im letzten Drittel. Damit stehen beide Vereine vor den Rückspielen unter Zugzwang, haben aufgrund der knappen Resultate aber weiterhin realistische Chancen auf das Viertelfinale der UEFA Europa League.
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VfB Stuttgart: Zwei Fehler entscheiden Hinspiel gegen Porto
Es war eine intensive Anfangsphase, getragen von Tempo und Zweikampfhärte. Der VfB Stuttgart startete mutig. Bereits nach 20 Sekunden wurde Bilal El Khannouss steil geschickt, zwei Minuten später fand Jamie Leweling mit seinem Querpass keinen Abnehmer. Ermedin Demirovic prüfte Diogo Costa früh (12.). Trainer Sebastian Hoeneß hatte seine Startelf nach dem 2:2 beim FSV Mainz 05 auf vier Positionen verändert. Jeltsch und Hendriks verteidigten, zudem rückten Mittelstädt und Führich ins Team. Der FC Porto setzte in der Defensive auf Thiago Silva, offensiv begannen William Gomes, Terem Moffi und Borja Sainz. Mit zunehmender Spieldauer griff das Pressing des FC Porto. Die Schwaben verloren an Präzision im Aufbau. In der 20. Minute traf William Gomes mit einem Schlenzer die Latte. Eine Minute später nutzte Porto einen Ballverlust eiskalt: Moffi kombinierte sich mit Sainz durch und traf ins rechte Eck (21.).
UEFA Europa League 2025/26 Achtelfinale
Sechs Minuten danach folgte der zweite Rückschlag. Jeff Chabot spielte im Aufbau einen ungenauen Pass, Zaidu Sanusi schaltete schnell und bediente Rodrigo Mora, der per Direktabnahme auf 2:0 stellte (27.). Der VfB Stuttgart zeigte Reaktion. Deniz Undav setzte sich robust gegen Thiago Silva durch und traf aus der Drehung ins lange Eck zum 1:2 (40.). Nach dem Seitenwechsel dominierte Stuttgart phasenweise den Ballbesitz. El Khannouss verzog knapp (48.), Undav versuchte es aus der Distanz (60.). In der 72. Minute jubelte das Stadion, als Angelo Stiller abstaubte. Doch wegen einer Abseitsposition von Tiago Tomas wurde der Treffer aberkannt. In der Schlussphase rannte der VfB an, fand jedoch zu selten Lücken. Porto brachte das 2:1 über die Zeit. Das Rückspiel im Estádio do Dragão findet am 19. März um 21 Uhr statt. Zuvor muss der VfB am Sonntag in der Fußball-Bundesliga gegen RB Leipzig ran.
“Es war ein sehr emotionales und teils hitziges Spiel – das ist aber auch ein Stück weit erwartbar auf internationaler Bühne. Es ist schade, dass wir uns für einen mutigen Auftritt nicht mehr mit dem Ausgleich belohnen konnten. Aber auch wenn wir das heutige Aufeinandertreffen verloren haben: Es ist erst Halbzeit in diesem Achtelfinale.”
VfB-Spieler Maximilian Mittelstädt
Tore:
0:1 Terem Moffi (FC Porto), 21. Minute
0:2 Rodrigo Mora (FC Porto), 27. Minute
1:2 Deniz Undav (VfB Stuttgart), 40. Minute
SC Freiburg verliert erstes UEFA Europa League-Achtelfinale knapp
Auch für den SC Freiburg begann das Achtelfinale der UEFA Europa League mit einer Auswärtsniederlage. Beim KRC Genk unterlag die Mannschaft von Trainer Julian Schuster mit 0:1. Die Breisgauer starteten aktiv. In der 8. Minute staubte Johan Manzambi nach einer Freistoßaktion ab, doch der VAR erkannte den Treffer wegen Abseits ab. Freiburg blieb zunächst präsenter, verlor jedoch mit zunehmender Spieldauer die Kontrolle im Mittelfeld. In der 24. Minute nutzte Genk eine Unordnung in der Defensive. Nach Zusammenspiel mit Bryan Heynen traf Zakaria El Ouahdi aus spitzem Winkel zur Führung. Freiburg fand in dieser Phase kaum Zugriff. Konstantinos Karetsas vergab wenig später das mögliche 2:0 (27.).
“In der Summe können wir nicht zufrieden sein mit dem, was wir heute gezeigt haben. Positiv ist, dass ein Ergebnis steht, wo mit Sicherheit etwas anderes hätte auch möglich sein können. Für das Rückspiel ist noch alles möglich.”
Freiburgs Trainer Julian Schuster
Offensiv blieb der SC Freiburg vor der Pause nur durch einen Aluminiumtreffer von Yuito Suzuki gefährlich (38.). Nach dem Seitenwechsel erhöhte der SC die Intensität, klare Torchancen blieben jedoch aus. Die Partie wurde zunehmend körperbetont. Jan-Niklas Beste musste nach einem Ellbogentreffer im Gesicht verletzt ausgewechselt werden. Auch Matthias Ginter blieb nach einem Zusammenprall kurzzeitig liegen. Genk verteidigte diszipliniert und brachte den Vorsprung über die Zeit. Torschütze El Ouahdi fehlt im Rückspiel aufgrund seiner dritten Gelben Karte. Das Rückspiel findet am 19. März um 18.45 Uhr im Breisgau statt. Zuvor ist Freiburg in der Fußball-Bundesliga bei Union Berlin gefordert.
Tor:
1:0 Zakaria El Ouahdi (KRC Genk), 24. Minute