UEFA Europa League: SC Freiburg im Viertelfinale, VfB Stuttgart scheitert am FC Porto

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Zwei deutsche Klubs, zwei völlig unterschiedliche Geschichten in der UEFA Europa League. Der SC Freiburg stürmt mit einem 5:1 gegen den KRC Genk erstmals ins Viertelfinale, während der VfB Stuttgart trotz klarer Überlegenheit beim FC Porto mit 0:2 verliert und ausscheidet.

Der SC Freiburg dreht die 0:1-Hinspielniederlage eindrucksvoll, stellt durch Vincenzo Grifo einen neuen Rekordtorschützen und trifft nun auf Celta Vigo. Stuttgart hingegen verzweifelt an seiner Chancenverwertung und an Portos Keeper Diogo Costa. Für den VfB endet die Europapokal-Reise im Achtelfinale.

UEFA Europa League: SC Freiburg dreht gegen KRC Genk auf

Das Europa-Park-Stadion wurde zur Bühne für einen historischen Abend in der UEFA Europa League. Nach dem 0:1 im Hinspiel gegen den KRC Genk stand der SC Freiburg unter Zugzwang – und reagierte entschlossen. Die Anfangsphase war druckvoll, aber nervös. Fehlpässe und überhastete Aktionen verhinderten klare Chancen. In der 19. Minute fiel der Ausgleich im Gesamtergebnis. Vincenzo Grifo brachte einen Freistoß mit viel Schnitt in den Fünfmeterraum, Matthias Ginter köpfte unter Mithilfe des Innenpfostens zum 1:0 ein. Nur eine Minute später rettete Noah Atubolu stark gegen Bibout. Freiburg blieb aggressiv im Gegenpressing. Ginter eroberte auf rechts den Ball, Suzuki zog ab, Igor Matanovic staubte zum 2:0 ab (25.). Das Hinspiel war gedreht. Defensiv offenbarte Freiburg weiter Lücken. Karetsas traf den Innenpfosten, legte ab auf Smets, der auf 1:2 verkürzte (39.). Nkuba vergab wenig später eine Großchance.

UEFA Europa League 2025/26 Achtelfinale

Mannschaft A
Mannschaft B
Ergebnis Hinspiel
Ergebnis Rückspiel
Ferencvaros Budapest
Sporting Braga
2:0
0:4
KRC Genk
SC Freiburg
1:0
1:5
Nottingham Forest
FC Midtjylland
0:1
3:0 i.E.
Celta Vigo
Olympique Lyon
1:1
2:0
FC Bologna
AS Rom
1:1
4:3 n.V.
VfB Stuttgart
FC Porto
1:2
0:2
Panathinaikos Athen
Real Betis Sevilla
1:0
0:4
Lille OSC
Aston Villa
0:1
0:2
Fett = Für das Viertelfinale der UEFA Europa League qualifiziert.

Nach der Pause nutzte Freiburg die Fehler des Gegners konsequent. Smets spielte einen ungenauen Rückpass direkt in die Füße von Grifo. Der 32-Jährige schob zum 3:1 ein (53.) und erzielte sein 106. Pflichtspieltor für den Sport-Club – Vereinsrekord. “Die Gemütslage ist unfassbar gut”, sagte Matanovic anschließend im SWR. “Heute waren wir einfach brutal.” Nur drei Minuten später erhöhte Suzuki nach einem schnellen Umschaltmoment auf 4:1 (56.). Den Schlusspunkt setzte Maximilian Eggestein mit einem platzierten Abschluss zum 5:1 (79.). Im Viertelfinale der UEFA Europa League trifft Freiburg auf Celta Vigo. In der Fußball-Bundesliga geht es für den SC Freiburg am Sonntag weiter. Die Mannschaft von Julian Schuster gastiert um 17:30 Uhr beim FC St. Pauli und will den Schwung aus dem Europapokal in den Liga-Alltag übertragen.

“Wir wollten von der ersten Minute an aufs Gaspedal drücken. Wir haben versucht, sie aufzufressen und zu beeindrucken. Und ich glaube, das ist uns gelungen. Wir hatten die letzten Jahre immer wieder Europapokal-Nächte. Das ist einfach das Besondere als Fußballer. Deswegen sind wir froh, dass es heute so ausgegangen ist.”

Matthias Ginter

Tore:

1:0 Matthias Ginter (SC Freiburg), 19. Minute
2:0 Igor Matanovic (SC Freiburg), 25. Minute
2:1 Matte Smets (KRC Genk), 39. Minute
3:1 Vincenzo Grifo (SC Freiburg), 53. Minute
4:1 Yuito Suzuki (SC Freiburg), 56. Minute
5:1 Maximilian Eggestein (SC Freiburg), 79. Minute

VfB Stuttgart unterliegt FC Porto trotz klarer Spiel-Vorteile

Im Estadio do Dragao zeigte der VfB Stuttgart eine engagierte Leistung in der UEFA Europa League, belohnte sich aber nicht. Nach dem 1:2 im Hinspiel war ein Sieg beim FC Porto notwendig. Stuttgart begann mit hohem Pressing und klarer Struktur im Spielaufbau. Bereits nach zwei Minuten zwang Jeff Chabot Porto-Keeper Diogo Costa zu einer Flugparade. Chris Führich und Deniz Undav erspielten sich weitere Abschlüsse. Porto fand kaum Zugriff. Mit der ersten klaren Gelegenheit schlugen die Portugiesen zu. Borja Sainz setzte sich durch, legte quer, William Gomes traf zum 1:0 (21.). Stuttgart blieb spielbestimmend, doch Diogo Costa hielt stark gegen El Khannouss und Führich.

“Wir haben zwei Spiele auf hohem Niveau gesehen. Es hat die Mannschaft die nächste Runde erreicht, die effizienter war. Wir können erhobenen Hauptes aus diesem Wettbewerb herausgehen: Wir hatten viele gute Spiele, haben jedoch in Porto unseren Meister gefunden.”

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß

Auch im zweiten Durchgang dominierte der VfB das Geschehen. Undav vergab per Volley (54.) und Lupfer (60.). Porto verteidigte kompakt und lauerte auf Konter. In der 72. Minute entschied Joker Victor Froholdt die Partie: Ballgewinn gegen Stiller, direkter Abschluss in den Winkel – 2:0. Kurz darauf sah Nartey nach zwei Fouls die Gelb-Rote Karte. In Unterzahl fehlte Stuttgart die Durchschlagskraft. Trotz klarer Feldüberlegenheit blieb der VfB torlos und schied aus der UEFA Europa League aus. In der Fußball-Bundesliga wartet nun die nächste Aufgabe auf die Schwaben. Der VfB Stuttgart tritt am Sonntag um 19:30 Uhr beim FC Augsburg an und will dort die Enttäuschung aus dem Europapokal verarbeiten.

Tore:

1:0 William Gomes (FC Porto), 21. Minute
2:0 Victor Froholdt (FC Porto), 72. Minute

Die Highlights der Spiele im Video

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