Europa League: Stuttgart unterliegt bei Fenerbahce, Grifo schießt Freiburg zum Sieg gegen Utrecht

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Der VfB Stuttgart hat in der UEFA Europa League Saison 2025/26 am 3. Spieltag die zweite Niederlage kassiert. Beim 0:1 im Fußball-Hexenkessel von Istanbul fehlte den Schwaben trotz ansprechender Leistung im Aufbau die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Fenerbahce nutzte die entscheidende Szene eiskalt. Kerem Aktürkoglu verwandelte einen Elfmeter (34.). Während der VfB Stuttgart im Hexenkessel von Kadiköy die Punkte liegen ließ, feierte der SC Freiburg zeitgleich einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg gegen den FC Utrecht und konnte nach vier Remis endlich wieder jubeln. Überragender Mann in Freiburg war Vincenzo Grifo, der ein Tor vorbereitete und eines selbst erzielte.

Von Beginn an zeigte sich der VfB Stuttgart unbeeindruckt von der beeindruckenden Kulisse im Şükrü Saracoğlu Stadı. Trainer Sebastian Hoeneß hatte nach dem 3:0-Erfolg in der Fußball-Bundesliga in Wolfsburg auf zwei Positionen gewechsel. So brachte er Angelo Stiller und Badredine Bouanani in die Startelf seiner Mannschaft.

VfB Stuttgart fehlt gegen Fenerbahce SK die Zielstrebigkeit

Die Schwaben übernahmen in der Anfangsphase die Kontrolle, ließen den Ball mit rund 60 Prozent Ballbesitz gut laufen. Doch im letzten Drittel fehlte die Zielstrebigkeit. Der auffälligste Abschluss der ersten Halbzeit war ein Kopfball von Luca Jaquez, der knapp am Pfosten vorbeistrich (26.). Fenerbahce hingegen agierte unter Coach Domenico Tedesco mit größerer Effizienz. Nach Chancen durch Aktürkoglu (10.) und Nene (14.) fiel die Entscheidung in der 34. Minute. Stiller hielt Skriniar bei einer Ecke leicht fest. Schiedsrichter Jakob Kehlet aus Dänemark zeigte sofort auf den Punkt. Aktürkoglu verwandelte sicher zum 1:0. In einer hitzigen Atmosphäre, in der auch Stuttgarts Bilal El Khannouss nach einem Tritt gegen Alvarez Glück hatte, nur Gelb zu sehen, zeigte sich Fener vor allem in den Zweikämpfen robuster und in der Offensive entschlossener.

Tabelle UEFA Europa League 2025/26

SP.SUNTOREDIFF.PUNKTE
Olympique Lyon870118:51321
Aston Villa870114:6821
FC Midtjylland861118:81019
Real Betis Sevilla852113:7617
FC Porto852113:7617
Sporting Braga852111:5617
SC Freiburg852110:4617
AS Rom851213:6716
KRC Genk851211:7416
FC Bologna843114:7715
VfB Stuttgart850315:9615
Ferencvaros Budapest843112:11115
Nottingham Forest842215:7814
Viktoria Pilsen83508:3514
Roter Stern Belgrad84227:6114
Celta Vigo841315:11413
PAOK Saloniki833217:14312
Lille OSC840412:9312
Fenerbahce SK833210:7312
Panathinaikos833211:9212
Celtic Glasgow832313:15-211
Ludogorez Rasgrad831412:15-310
Dinamo Zagreb831412:16-410
Brann Bergen82339:11-29
Young Boys Bern830510:16-69
Sturm Graz82155:11-67
FCSB Bukarest82159:16-77
Go Ahead Eagles Deventer82156:14-87
Feyenoord Rotterdam820611:15-46
FC Basel82069:13-46
RB Salzburg820610:15-56
Glasgow Rangers81165:14-94
OGC Nizza81077:15-83
FC Utrecht80175:15-101
Malmö FF80174:15-111
Maccabi Tel Aviv80172:22-201
SP = Spiele / S = Siege / U = Unentschieden / N = Niederlagen / DIFF = Tordifferenz

Nach dem Seitenwechsel drängte Stuttgart auf den Ausgleich. Atakan Karazor (52.) und Stiller (50.) vergaben gute Schusschancen, ehe zwei VAR-Entscheidungen für Aufregung sorgten. Zunächst nahm der Schiedsrichter einen Elfmeter für Fenerbahce nach Abseits zurück (61.), dann revidierte er auch einen Strafstoß für den VfB nach Foul an Stiller (70.). “Das war heute extrem unglücklich”, sagte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth gegenüber SWR Sport. “Wir hatten die Kontrolle, aber im letzten Drittel die falschen Entscheidungen.” Auch Joker Deniz Undav konnte das Ergebnis nicht mehr drehen. Der Stürmer setzte den Ball nach einem Zuspiel von El Khannouss aus zwölf Metern knapp neben das Tor (82.). Am Ende blieb es beim 0:1. Und einem ernüchternden Abend für den VfB, der nun mit drei Punkten aus drei Spielen in der unteren Tabellenhälfte der Gruppe steht. Am 6. November wartet mit Feyenoord Rotterdam die nächste Bewährungsprobe auf den Verein.

“Jetzt haben wir halt drei Punkte nach drei Spielen, dann müssen wir im nächsten Spiel die Punkte holen. Das ist eine ähnliche Situation wie im letzten Jahr, aber damit können wir umgehen.”

Stuttgarts Sportvorstand Fabian Wohlgemuth

Tor:

1:0 Kerem Aktürkoglu (Fenerbahce SK, Elfmeter), 34. Minute

SC Freiburg: Vincenzo Grifo mit Tor und Torvorbereitung

Während der VfB Stuttgart in der Türkei haderte, erlebte der SC Freiburg im heimischen Europa-Park Stadion einen rundum gelungenen Abend. Nach vier Unentschieden in Folge zeigte das Team von Julian Schuster gegen den FC Utrecht eine souveräne Leistung und gewann verdient mit 2:0 (2:0). Matchwinner war Vincenzo Grifo, der das 1:0 von Yuito Suzuki einleitete (20.) und kurz vor der Pause selbst per Freistoß erhöhte (45.). “Wenn’s läuft, dann läuft’s”, sagte Grifo nach dem Spiel lachend im Interview mit SWR Sport. “Wir haben eine unglaublich gute erste Halbzeit gespielt, das war heute eine reife Vorstellung.” Freiburg, das mit vier Veränderungen in die Partie gegangen war, dominierte von Beginn an das Geschehen. Utrecht verteidigte tief, konnte die schnellen Kombinationen der Breisgauer aber nur selten unterbinden. Nach Grifos brillanter Vorlage legte Günter quer auf Suzuki, der aus neun Metern unter die Latte traf. Es war sein erstes Pflichtspieltor für den Sport-Club.

“Wir haben sehr wenig zugelassen – ein total verdienter Sieg. Das zeigt einfach unsere geschlossene Qualität.”

Freiburgs Trainer Julian Schuster

Kurz darauf traf Manzambi nur Latte und Pfosten, bevor Grifo in typischer Manier einen Freistoß über die Mauer zirkelte. Nach dem Seitenwechsel ließ Freiburg das Tempo etwas schleifen, blieb aber das klar bessere Team. Eggestein (59.) und Adamu (50.) vergaben das mögliche 3:0, während Utrecht trotz der Einwechslung von Sébastien Haller kaum Gefahr ausstrahlte. Dank des Sieges steht Freiburg in der Tabelle der UEFA Europa League nun mit fünf Punkten nach drei Spieltagen der Saison 2025/26 gut da und darf vom Weiterkommen träumen. Am nächsten Spieltag geht es für den Verein zum Auswärtsspiel beim OGC Nizza. Und das mit dem Selbstvertrauen einer Fußball-Mannschaft, die sich endlich wieder für ihre Dominanz belohnt hat.

Tore:

1:0 Yuito Suzuki (SC Freiburg), 20. Minute
2:0 Vincenzo Grifo (SC Freiburg), 45. Minute

Die Highlights der Spiele im Video

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