Ein früher Wirkungstreffer, ein emotionaler Moment und eine kontrollierte Vorstellung über 90 Minuten. Borussia Dortmund hat das Hinspiel der Play-offs in der UEFA Champions League gegen Atalanta Bergamo mit 2:0 (2:0) gewonnen und sich eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel am 25. Februar (18.45 Uhr) in Italien verschafft.
Serhou Guirassy traf bereits in der 3. Minute zur Führung und bereitete das 2:0 durch Maximilian Beier (42.) vor. Zudem feierte der BVB seinen 100. Sieg im wichtigsten europäischen Klubwettbewerb inklusive Landesmeister-Cup.
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Luca Reggiani feiert BVB-Debüt in der UEFA Champions League
Die Partie der UEFA Champions League begann mit Verzögerung. Der Mannschaftsbus von Borussia Dortmund steckte im Verkehr fest, der Anpfiff des Spiels verschob sich um 15 Minuten. Auf dem Rasen zeigte sich das Team von Trainer Niko Kovac dennoch hochkonzentriert. Nach nur drei Minuten nutzte der BVB seine erste klare Aktion. Julian Ryerson flankte präzise in den Strafraum von Atalanta Bergamo. Guirassy setzte sich im Zentrum durch und köpfte zur Führung ein. Die frühe Führung verlieh Borussia Dortmund Sicherheit im eigenen Spiel. In der Folge überließ der Bundesligist den Gästen phasenweise den Ball. Atalanta Bergamo suchte vor allem über die linke Seite mit Nicola Zalewski den Weg nach vorne.
UEFA Champions League 2025/26 Play-offs
In der 21. Minute brachte Zalewski den Ball scharf vor das Tor, Mario Pasalic verpasste knapp. Wenig später klärte Ramy Bensebaini einen Abschluss auf der Linie (25.). Die Defensive der Dortmunder agierte insgesamt stabil. Besonders im Fokus stand der 18-jährige Luca Reggiani, der in der Innenverteidigung für den verletzten Niklas Süle begann. Trotz einer frühen Gelben Karte in der 18. Minute blieb er souverän und absolvierte ein abgeklärtes Startelf-Debüt in der Fußball-Königsklasse. Kurz vor der Pause erhöhte Borussia Dortmund erneut den Druck. Waldemar Anton köpfte nach einem Ryerson-Freistoß knapp über das Tor (41.). Nur eine Minute später fiel das 2:0: Nach einem schnellen Umschaltmoment legte Guirassy quer auf Beier, der aus kurzer Distanz einschob (42.).
Dortmund nimmt souveränes 2:0 aus Play-off-Hinspiel mit
Nach seinem Führungstor setzte Guirassy ein persönliches Zeichen. Er zog sein Trikot hoch und zeigte ein T-Shirt mit einer Botschaft an seinen Bruder, dessen Tochter verstorben ist. “Es ist eine harte Zeit für unsere Familie”, sagte der Stürmer nach der Partie bei “Prime Video”. Sportlich kontrollierte Borussia Dortmund auch den zweiten Durchgang der Champions-League-Partie gegen Atalanta Bergamo. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz, kamen jedoch kaum zu klaren Abschlüssen. In der 56. Minute reklamierten die Italiener Elfmeter nach einem Zweikampf zwischen Waldemar Anton und Nikola Krstovic. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf Weiterspielen. Der BVB blieb bei Kontern gefährlich. Nach einer weiteren Standardsituation von Ryerson parierte Atalanta-Keeper Marco Carnesecchi unsicher, Julian Brandt setzte den Nachschuss volley über das Tor (67.).
“Es war ein komischer Tag, wir sind spät angekommen, dann ging alles sehr schnell. Aber der Stress hat uns gutgetan, weil wir sehr scharf waren. Wir haben es geschafft, das in Energie umzuwandeln.”
Julian Brandt
“Ein 3:0 wäre mir noch ganz lieb gewesen”, sagte Brandt. “Ein 2:0 ist gut, aber auch ein bisschen gefährlich, wenn man noch ein Auswärtsspiel vor der Brust hat.” In der Schlussphase verwaltete Borussia Dortmund den Vorsprung strukturiert. Atalanta Bergamo fehlte die Durchschlagskraft, um die Fußball-Partie noch einmal spannend zu machen. Der BVB minimierte Risiken und brachte den verdienten Sieg für den Verein in der UEFA Champions League souverän über die Zeit. Mit dem 2:0-Erfolg hat sich Borussia Dortmund eine klare Ausgangsposition für das Rückspiel gegen Atalanta Bergamo erarbeitet. Vor der nächsten Aufgabe in der UEFA Champions League warten jedoch anspruchsvolle Spiele in der Fußball-Bundesliga gegen RB Leipzig und den FC Bayern München auf den Verein.
Tore:
1:0 Serhou Guirassy (Borussia Dortmund), 3. Minute
2:0 Maximilian Beier (Borussia Dortmund), 42. Minute